Keine Belege für ökologische Schäden: Ergebnisse der Initiative „Biologische Sicherheit gentechnisch veränderte Pflanzen“ in Berlin vorgestellt
Berlin (BMBF) – Seit mehr als 20 Jahren fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte der biologischen Sicherheitsforschung bei gentechnisch veränderten Pflanzen. Am heutigen Mittwoch wurden nun in Berlin aktuelle Ergebnisse der 2008 gestarteten Förderrunde „Biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen“ im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung rund 150 Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft vorgestellt und diskutiert. In den Projekten werden beispielsweise Umwelteinwirkungen von gentechnisch veränderten Maispflanzen untersucht. So beschäftigen sich die Projekte mit möglichen Auswirkungen dieser Pflanzen auf Nichtzielorganismen wie verschiedene Nützlinge und Bodenbakterien. In einem weiteren Schwerpunkt werden neue Methoden entwickelt, um die ungewollte Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) zu vermeiden. Ein wichtiges Ergebnis der Forschung unter vielen: Die Projekte lieferten bisher keine wissenschaftlichen Belege für ökologische Schäden durch die untersuchten gentechnisch veränderten Pflanzen.
Die Gentechnik, insbesondere deren Anwendung in der Landwirtschaft, wird in der Öffentlichkeit seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Deshalb begleitet die Bundesregierung bereits seit Ende der 80er Jahre die Entwicklung der Gentechnik auch mit Forschungsinitiativen zu Fragen der biologischen Sicherheit. Bis heute hat das BMBF mit mehr als 100 Millionen Euro über 300 Vorhaben gefördert, davon 120 Projekte zur Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Pflanzen. Insgesamt haben sich bisher über 60 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an den Forschungsprojekten beteiligt.
„Die Grüne Gentechnik“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan, „ist eine Technologie, von der ich glaube, dass sie einen Beitrag zum Problem Welternährung leistet. So kann sie Pflanzen widerstandsfähig machen gegen Wassermangel und Hitze. Grüne Gentechnik besitzt das Potenzial, erhebliche ökologische Vorteile zu erzielen, zum Beispiel durch die Reduktion von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.“ Die Förderung der biologischen Sicherheitsforschung durch die Bundesregierung ist Teil dieses verantwortungsvollen Handelns im Sinne der Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt.
Die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind Element der nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030. Die Bundesregierung verfolgt damit die Vision einer ressourcenschonenden und nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft. Technologieübergreifend sollen Verfahren entwickelt werden, um ausreichende Mengen an Lebensmitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen und Energieträgern zu produzieren. Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion muss dabei im Einklang mit dem Klimaschutz und der Erhaltung der biologischen Vielfalt stehen.
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Okt. 6th, 2026
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