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Hessen: EHEC O104:H4 in Fließgewässer gefunden

Wiesbaden (lme) – Der gefährliche EHEC-Erreger O 104:H 4 wurde jetzt in einem Bach im Frankfurter Vorort Nieder-Erlenbach gefunden. Das teilten das Hessische Sozialministerium und das Hessische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. in dem Bach waren auch bei früheren Proben in den vergangenen Jahren hin und wieder Keime gefunden worden, unter anderem EHEC-Erreger. Bei einem Oberflächengewässer ist dies nicht ungewöhnlich. Am heutigen Freitag wurden dem Gewässer erneut Proben entnommen und zur Untersuchung versandt. Mit einem Ergebnis ist in zwei bis drei Tagen zu rechnen.

Gründe für Kontaminationen des Wassers mit dem Keim sind vielfältig, so die Ministerien. Da die Probenahme in der Nähe einer Kläranlage erfolgte, ist nicht auszuschließen, dass dort der Eintrag erfolgte. Generell vermindern Kläranlagen die im Abwasser enthaltenen Keime, damit ist das gereinigte Abwasser aber nicht hygienisch unbelastet. Deshalb wird in Hessen vom Baden in Fließgewässern grundsätzlich abgeraten.

Wie das Umweltministerium mitteilte, sind die an den Erlenbach angrenzenden Höfe informiert. Es gibt zwei Entnahmegenehmigungen für den Bach. Beiden Betrieben ist das Wässern mit dem Erlenbachwasser untersagt worden. „Die Genehmigungen beziehen sich auf Kartoffeln, Zuckerrübe und Stärkekartoffeln, die derzeit nicht erntereif sind. Die Betriebe wurden nochmals darauf hingewiesen, dass sie das Wasser nicht fürs Wässern oder Waschen von Gemüse oder andere Lebensmittel nutzen dürfen“, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums. Da nicht auszuschließen ist, dass Kleingärtner das Wasser verwendet haben, werden diese aufgefordert, auf den Verzehr von Produkten zu verzichten, die sie mit dem Wasser aus dem Erlenbach gewässert haben. Zudem seien weitere Proben angeordnet worden, um ein genaues Bild über mögliche weitere Kontaminationen zu erhalten.

Der Keim O 104:H 4 wurde erstmals im Rahmen der EHEC-Ausbrüche seit Mai 2011 in Norddeutschland nachgewiesen. Er konnte mit epidemiologischen Methoden auf einen Bio-Betrieb in Bienenbüttel zurückgeführt werden. Dort waren auch Mitarbeiterinnen infiziert worden. Aktuell Mittlerweile sind 38 Menschen an den Folgen von EHEC oder dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) gestorben. Seit Anfang Mai mehr als 3.300 Infizierte diagnostiziert.

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  1. quer

    Daß der Keim in einem Frankfurter Fließgewässer entdeckt wurde ist schon schlimm genug. Dafür kann weder der Bach, noch Frankfurt etwas. Gespeist wird dieser Bach schon seit Jahrzehnten u.a. von „… einer Kläranlage…“. Und die liegt in BAD HOMBURG v.d.H. Und diese Kläranlage hat noch nie richtig funktioniert. Unter anderem ging von dort ein interessantes Fischsterben aus…

    Warum also steht Bach und Frankfurt am Pranger und warum wird nirgends Bad Homburg als Eignerin der Kläranlage erwähnt?

    Wenn schon nicht die Banker in Panik aus Frankfurt flüchten, könnten es möglicherweise die Kurgäste in Bad Homburg tun? Ich nenne das Desinformation. Dazu zählen auch Halbwahrheiten.

Reply to “Hessen: EHEC O104:H4 in Fließgewässer gefunden”

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