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BfR veröffentlicht Abschlussbericht zum EHEC-Ausbruch 2011

(idw) – Der EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 war der größte Ausbruch mit
enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), den es seit dem Zweiten
Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. Letztlich konnten importierte
Bockshornkleesamen aus Ägypten, die mit dem enteroaggregativen EHEC-Stamm
O104:H4 kontaminiert waren, mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache
identifiziert werden. In dem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht sind
die zentralen Arbeitsergebnisse des BfR zum EHEC-Ausbruchsgeschehen und
Empfehlungen zum Schutz vor zukünftigen Ausbrüchen zusammengefasst.
„Solche Vorfälle wie der EHEC-Ausbruch im Jahr 2011 können jederzeit
wieder auftreten – wir müssen stets gut vorbereitet sein“, sagt BfR-
Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Das BfR leistete bei der Aufklärung des Ausbruchsgeschehens sowie bei der
Information anderer Behörden, der Medien und der Bevölkerung einen
essentiellen Beitrag. Es hatte die fachliche Federführung für die
notwendigen Risikobewertungen, die wissenschaftlichen Unterstützung von
Bundes- und Landesbehörden bei der Aufklärung und Entscheidung über
staatliche Maßnahmen, den wissenschaftlichen Informationsaustausch auf
europäischer Ebene und die Risikokommunikation mit der Öffentlichkeit. Die
Arbeitsergebnisse sind in dem BfR-Wissenschaftsheft 04/2011 „EHEC-Ausbruch
2011 – Aufklärung des Ausbruchs entlang der Lebensmittelkette“
veröffentlicht.

Bei dem EHEC-Ausbruchstamm im Frühsommer 2011 handelte es sich um den
außergewöhnlichen EHEC-Stamm O104:H4, über den man bei Ausbruchsbeginn
wenig wusste. Er ist bisher extrem selten sowie nur beim Menschen
vorgekommen. Die Aufklärung des Ausbruchsgeschehens war daher eine große
Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass es sich um ein
Ausbruchsgeschehen mit außerordentlich schweren Krankheitserscheinungen
wie akutem Nierenversagen handelte. Durch EHEC verstarben während dieses
Ausbruchs in Deutschland 53 Menschen, 3842 Menschen erkrankten, zum Teil
sehr schwer.

Der Wissenschaftsband gibt einen chronologischen Überblick zum
Ausbruchsgeschehen und den BfR-Risikobewertungen. Auf der Grundlage der
jeweils aktuellen Daten- und Informationslage hat das Institut die
wissenschaftlichen Bewertungen und die abgeleiteten Empfehlungen
fortlaufend überprüft und dem neuen Kenntnisstand angepasst.

Der Bericht enthält eine detaillierte Darstellung zum methodischen
Vorgehen zur Rück- und Vorwärtsverfolgung von verdächtigen Lebensmitteln
als zentraler Maßnahme zur Aufklärung des Ausbruchsgeschehens. Verdächtige
Lebensmittel wurden entlang der Warenketten systematisch verfolgt, um die
mögliche Quelle des Ausbruchs zu identifizieren. Die verfügbaren Methoden
der elektronischen Datenerfassung von Lieferbeziehungen für den Zweck der
epidemiologischen Ausbruchsaufklärung wurden erweitert und angepasst. Das
BfR hat adaptierte Softwarelösungen zur Erhebung und quantitativen
Auswertung von Lieferdaten erarbeitet und so die epidemiologische
Verifizierung des ursächlichen Lebensmittels und der Quelle ermöglicht.

Der Bericht erläutert die Labordiagnostik und Methodenentwicklung des
Nationalen Referenzlabors für E.coli (NRL E. coli) des BfR. Hier wurden
eine Feintypisierung verdächtiger E. coli-Isolate als Dienstleistung für
die Untersuchungslaboratorien der Länder vorgenommen und zahlreiche
Lebensmittelproben analysiert.

Eine repräsentative Bevölkerungsbefragung des BfR zur Risikowahrnehmung
von Verbrauchern informiert darüber, in welchem Maße Verbraucher ihr
Ernährungs- und Hygieneverhalten während und nach dem Ausbruchsgeschehen
geändert haben und wie sie das gesundheitliche Risiko durch EHEC im
Vergleich zu chemischen Risiken wie beispielsweise Dioxin einstufen.

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