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Illegaler Welpenhandel via Internet +++ Fünf Personen überführt

Aschaffenburg (aho) – Die Polizei in Aschaffenburg hat einen illegalen Handel mit Hundewelpen über das Internet aufgedeckt. Nach umfangreichen Ermittlungen stehen nun fünf Personen im Verdacht, die Hunde unerlaubt nach Deutschland eingeführt und mit unzureichendem Impfschutz verkauft zu haben.

Bereits im April teilte ein Zeuge der Polizei in Aschaffenburg mit, dass seine Tochter zwei junge Hunde über das Internetportal erworben habe. Eines der Tiere sei nun verstorben, das andere werde vom Tierarzt behandelt. Nach Angaben des Veterinärs seien die Welpen schon beim Kauf krank gewesen.

Die weiteren Ermittlungen übernahm daraufhin die Diensthundestaffel der Aschaffenburger Polizei. Da erneut drei junge Hunde der Rasse „Prager Rattler“ angeboten wurden, beantragte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht in Aschaffenburg Durchsuchungsbeschlüsse. Am Freitag durchsuchten Polizisten schließlich drei Anwesen und stellten neben zahlreichem Beweismaterial, PCs und Handys auch fünf cirka acht Wochen alte Welpen dieser Rasse sicher. Da mindestens drei Hunde nicht geimpft waren, wurden sie in ein Tierheim gebracht. Sie bleiben noch bis Ende Oktober in Quarantäne.

Mittlerweile richtet sich der Tatverdacht gegen fünf Frauen und Männer im Alter zwischen 14 und 56 Jahren aus dem Raum Aschaffenburg, die an dem Handel beteiligt sind. Gegen die vermeintlichen Hundehändler wird nun wegen zahlreicher Delikte ermittelt. Das Trennen noch nicht acht Wochen alter Hunde von der Mutter und das Verbringen nicht ausreichend geimpfter Tiere in das Bundesgebiet stellen Verstöße gegen das Tierschutz- und das Tierseuchengesetz dar.

Außerdem wird den Beteiligten der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Hunden vorgeworfen, da auch sogenannte Kampfhunderassen wie „American Pit Bull“ zum Kauf angeboten wurden. Darüber hinaus werden den fünf Beschuldigten noch zahlreiche andere Verstöße, unter anderem gegen das Strafgesetzbuch (Betrug), die Abgabenordnung, die Gewerbeordnung und das Tierschutzgesetz vorgeworfen.

Die Ermittlungen dauern an.

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