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Butter und Schmalz für Frauen: Freispruch für gesättigte Fettsäuren

(ugo) – Eine soeben im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie ergab, dass der Verzehr von Fett, insbesondere von gesättigten Fettsäuren, das Voranschreiten einer Arterienverengung bei Frauen nach den Wechseljahren verlangsamt!

Damit bahnt sich in der Ernährungswissenschaft eine echte Sensation an: Bislang galten gesättigte Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Butter, Sahne, Kokosfett, Speck und Schmalz vorkommen, als besonders ungesund für die Blutgefäße. Da sie den Cholesterinspiegel erhöhen können, standen diese Fette im Verdacht, Arterien zu verstopfen und Herzinfarkte auszulösen. Bewiesen war dies freilich nicht – im Gegenteil, die Kritik an der Fett-Infarkt-Hypothese ist in vierzig Jahren nicht verstummt. Nun steht ihr Ende bevor.

Bei jenen Frauen, die das meiste Fett, die meisten gesättigten und die meisten einfach ungesättigten Fettsäuren gegessen hatten, war die Verengung der Herzkranzgefäße innerhalb des dreijährigen Beobachtungszeitraumes am wenigsten fortgeschritten. Je enger die das Herz versorgenden Blutgefäße werden, desto wahrscheinlicher ist ein Infarkt.

Eine beschleunigte Gefäßverengung fanden die Forscher bei Frauen, die besonders viel mehrfach ungesättigte Fettsäuren und viel Kohlenhydrate gegessen hatten. Dies betraf vor allem Kohlenhydratlieferanten, die den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen (hoher glykämischer Index) sowie Frauen mit geringer körperlicher Aktivität.

Die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder nimmt Stellung:

Diese Studie hat wie alle Studien ihre methodischen Schwächen (und Stärken). Sie ist jedoch aus mindestens zwei Gründen besonders wichtig: Erstens überführt sie zwei ganz grundlegende Empfehlungen der Ernährungsberatung als falsch – zumindest für Frauen: Der Rat zur Bevorzugung von Kohlenhydraten (gegenüber Fett) und zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren (gegenüber gesättigten) war offensichtlich unbegründet und der Gesundheit abträglich.

Zweitens zeigt sie, dass Frauen möglicherweise anders auf die Zusammensetzung der Kost reagieren als Männer und dass die bislang überwiegend an Männern gewonnenen Daten nicht einfach auf Frauen übertragen werden dürfen!

Schon lange sprechen Stoffwechsel- und Beobachtungsstudien und der gesunde Menschenverstand dagegen, dass Butter oder Schmalz per se dem Herzen schaden. Unstrittig ist, dass Überernährung, Übergewicht und Diabetes das Infarktrisiko erhöhen. Doch diese Zusammenhänge können nicht länger den gesättigten Fetten in die Schuhe geschoben werden.

Übrigens finden sich die ebenfalls günstigen einfach ungesättigten Fettsäuren nicht nur in Olivenöl, sondern auch in Avocados, Nüssen, Schweine- und Geflügelschmalz sowie im „unsichtbaren“ innermuskluären Fleischfett.

Es waren 235 Frauen mit bereits bestehender koronarer Herzkrankheit untersucht und Messungen an über 2.000 Blutgefäßen vorgenommen worden. Der durchschnittliche Fettverzehr lag bei 25% (zwischen 19 und 31%) der täglichen Kalorienzufuhr.

Mozaffarian et al. Dietary fats, carbohydrate, and progression of coronary atherosclerosis in postmenopausal women. Am J Clin Nutr.2004; 80: 1175-1184.

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