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Taschenspielertricks: Kein Dioxin in NRW-Eiern?

Düsseldorf (aho/lme) – In NRW sind keine mit zu hohen Dioxin-Werten belastete Freilandeier entdeckt worden. „Die in Nordrhein-Westfalen untersuchten Proben lagen alle unter dem Grenzwert der Europäischen Union“, sagte Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn (Grüne) am Sonntag (16.01.05) dem WDR. Mit Blick auf den EU-Grenzwert von 3 Pikogramm Dioxin pro Gramm Fett, der zum 1. Januar 2005 in Kraft getreten ist, seien in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2003 Eier, Futtermittel und Bodenproben untersucht worden, sagte Höhn dem Sender. Dabei seien insgesamt 38 Eierproben analysiert worden. „In allen Fällen lag der festgestellte Dioxingehalt unterhalb des Grenzwertes.“ Es habe deshalb in Nordrhein-Westfalen keinen Anlass gegeben, die Verbraucher auf Risiken hinzuweisen. Die eifrige Verbraucherschutzministerin verschweigt aber dem gemeinen Volk einige wichtige Details:

In der Zeit vom 02.04.2003 bis 10.04.2003 wurden durch Mitarbeiter des LUA (Landesumweltamt) und des CVUA (Chemisches Landes- und Staatliches Veterinäruntersuchungsamt) in 14 Betrieben 28 Bodenproben, 34 Eiproben und 16 Futtermittelproben entnommen. Die Bodenproben wurden als Mischproben von Flächen entnommen, die in der Regel in der Nähe des beprobten Stalls waren und auf denen die Hühner sich offensichtlich häufig aufgehalten haben, da durch Scharren u.ä. der Aufwuchs nicht mehr vorhanden war. Bei der Bewertung der Untersuchungsergebnisse aus der Untersuchung der Boden- und Eiproben ist jedoch zu berücksichtigen, dass aufgrund der Geflügelpest in den Niederlanden viele Betriebe ihre Hühner in den Ställen gehalten hatten und dass ein Auslauf über einige Wochen nur in sehr eingeschränktem Maße stattfinden konnte. Die Legehennen konnten also keine mit Dioxinen belastete Bodenpartikel im Auslauf aufnehmen und Dioxine im Ei ablagern. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

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