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Ampel-Komplikationen: Light-Limos besonders gesund

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

(ugo) – Es gibt tatsächlich Leute, die glauben, mit ein paar bunten Symbolen auf Lebensmitteln ließe sich eine gesunde Ernährung bewerkstelligen und ganz nebenbei auch noch das Gewichtsproblem in der Bevölkerung lösen. Ihre Denkart geht ungefähr so: Um verzweifelten Müttern – „Ich würde meine Familie ja gerne gesünder ernähren, aber es fehlt mir an Informationen“ – zu helfen, sollen nach britischem Vorbild Ampelfarben auf der Vorderseite prangen: grün steht für „gesund“, gelb für „ok“, rot für „Vorsicht“. Das ist einfach und eindeutig – oder?

Sehen wir mal genauer hin: Da jedes Lebensmittel vier Farbpunkte bekommen soll, beginnt die Bredouille, sobald verschiedene Farben auf dem Etikett prangen. Ist ein Produkt mit einem roten, zwei gelben und einem grünen Punkt noch ok? Wie oft und wie viel darf ich davon essen? Was, wenn mich zwei grüne und zwei rote Punkte anlachen? Esse ich davon nur die Hälfte oder nur jeden zweiten Tag? Wie schön, dass nun wenigstens Light-Limonaden sehr gesund sind, denn die bekämen viermal grün. Reiner Korn vermutlich auch, na denn, prost! Dagegen würden fette Käsesorten und Butter, gesalzene Nüsse und Linzer Torte mit der Ampel zur „Bückware“, die man wie früher Kondome wohl nur noch verschämt hinter vorgehaltener Hand bestellt. Und folglich mit schlechtem Gewissen genießt.

Warum gibt es überhaupt vier Punkte und nicht drei, wie bei einer richtigen Ampel? Warum wird Fett mit zwei Punkten (Gesamtfett und gesättigte Fette) beurteilt, bei den Kohlenhydraten aber nur der Zucker und nicht die Stärke? Weil gesättigte Fette und Zucker ungesund, Stärke-Kohlenhydrate aber gesund sind? Wer glaubt das denn noch ernsthaft?

Wieso kriegen wir nicht fünf oder sechs Ampelpunkte? Warum fehlt das Protein, das nachgewiesenermaßen beim Abnehmen und Gewichthalten hilft? Warum fehlen die trans-Fettsäuren, die bedenklicher sind als gesättigte Fette? Wo ist der Punkt für Alkohol oder der für hohe Glutamatgehalte? Was soll der ganz Ampel-Unsinn? Sicher, in Verbraucherumfragen schnitt die Ampel gut ab. Doch dabei wurde ja nur erfragt, ob das Prinzip funktioniert, dass grün für „gut“ und rot für „böse“ steht. Doch wer legt fest, was „gut“ und was „böse“ ist? Ob die Ampel-Kennzeichnung richtig ist und ob sie tatsächlich die Ernährung oder gar die Gesundheit verbessert, ist weder belegt noch untersucht.

Das von der Industrie favorisierte Gegenmodell hat natürlich auch seine Macken, schon wegen der „Portionen“, die es seinen Nährwertangaben zugrunde legt. Von solchen Portiönchen wird kein Mensch satt. Und wer wiegt schon seine Cornflakes ab? Was soll also der ganze Hype um die Kennzeichnung? Was erführe man durch die geplanten Neuerungen, was nicht ohnehin schon draufstünde?

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