Lebensmittel - Markt - Ernhrung®
Lebensmittel - Markt - Ernhrung
  

powered by ...

Rückruf: Listerien im Gorgonzola Dolce

Zürich (lme) – Das Migros eigene Labor SQTS (Swiss Quality Testing Services) hat am 31. Juli 2009 bei einer Stichprobenkontrolle des Weichkäses Gorgonzola Dolce krankheitserregende Listerien (Bakterien) nachgewiesen. Aus Sicherheitsgründen werden sofort folgende Gorgonzola Dolce-Produkte aus dem Verkauf zurückgezogen:

  • abgepackter Gorgonzola Dolce (Artikel-Nr. 2125.843.220)
  • offen verkaufter Gorgonzola Dolce

Gorgonzola Dolce wird in der ganzen Schweiz in allen Filialen durch die Migros angeboten.
Listerien-Bakterien können für schwangere Frauen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem erheblich gesundheitliche Konsequenzen* haben. Personen mit den Symptomen Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, die vom fraglichen Käse gegessen haben, sollten einen Arzt aufsuchen.

Die Migros fordert deshalb alle Kundinnen und Kunden auf, die Gorgonzola Dolce seit dem 26. Juli 2009 (mit Verbrauchsdatum bis 05.09.2009) gekauft und noch nicht konsumiert haben, diesen Käse nicht mehr zu essen und in die Migros-Filialen zurückzubringen. Der Verkaufspreis wird vollständig zurückerstattet.

Alle anderen Gorgonzola-Sorten, welche die Migros im Sortiment führt, können weiterhin bedenkenlos konsumiert werden, so das Unternehmen in einer Presseinformation.

*Hintergrund:

Listerien finden sich überall in der Umwelt. Sie sind im Boden, auf Pflanzen, im Kompost oder Abwasser und vor allem im Betriebsumfeld, etwa in Gullies oder Dichtungen und können auf mehreren Wegen ins Lebensmittel gelangen – beim Melken, Schlachten oder durch mangelnde Betriebshygiene. Die Erreger sind tückisch: Sie überstehen Trocknen, Tiefgefrieren und vermehren sich auch im Kühlschrank noch munter. Erst Temperaturen über 70 Grad machen ihnen den Garaus. Listerien-Infektionen kommen im Vergleich zu Salmonellosen zwar seltener vor, da sie schwere Krankheitsverläufe auslösen, sind sie dennoch relevant. Normalerweise können Listerien Menschen mit intaktem Immunsystem nichts anhaben. Gefährlich sind sie jedoch für immungeschwächte, ältere Menschen und vor allem für Schwangere. Letztere fühlen sich zwar höchstens “vergrippt”, die Bakterien können aber den Fötus infizieren. Je nach Alter kann es zu einer Fehl- oder Frühgeburt kommen; infizierte Neugeborene sterben oft oder tragen geistige Behinderungen davon. Schwangere sollten daher vorsorglich keine rohen tierischen Lebensmittel essen, auf den Verzehr von geräucherten oder marinierten Fischerzeugnissen verzichten, besonders auf vakuumverpackten Räucherlachs und Graved Lachs, den Verzehr von Rohmilchweichkäse vermeiden und die Käserinde immer entfernen.

(mit Material des aid, Dorothee Hahne)

Suche



Datenschutzerklärung

Betrug und Täuschung in der Bio-Land- u. Lebensmittelwirtschaft
EHEC: Ein Erreger macht Karriere
Nitrat: Vom Schadstoff zum wichtigen Nährstoff
Mycobacterium avium paratuberculosis in Lebensmitteln
Qualität und Gesundheitswert von Bio-Produkten
Acrylamid: Nullrisiko deutlich gesenkt



Wissenschaftlerin: Nur reiche Länder können sich 'Bio' leisten - auf Kosten der Armen


Lebensmittelsicherheit


mycobakterien


Handlungsbedarf: Wissenschaftler weisen MAP in Rindfleisch nach

Derio (aho/lme) Wissenschaftlern von Baskischen Institut für Landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung 'Neiker-Tecnalia' im spanischen Derio ist es gelungen, den Erreger der Paratuberkulose 'Mycobacterium avium paratuberculosis' (MAP) in der Muskulatur von Rindern und Kühen zum Zeitpunkt der Schlachtung nachzuweisen.
Weitere Informationen hier.






Vegetarier: weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet, lebt in Großstadt.



aho_Grosstiere

aho_Kleintiere & Pferde

Lebensmittel Markt Ernährung