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Österreich: Fünfter Toter durch Listerien-Käse

Wien (lme) – Nach dem Verzehr von mit Listerien verseuchtem Käse der Hartberger Firma Prolactal gibt es in Österreich ein weiteres Todesopfer. Es ist das fünfte Todesopfer in Österreich. Das teilte jetzt die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) mit.

Bis 24.02.2010 wurden im Jahr 2010 in Österreich 12 Patienten/-innen mit einer Listeriose stationär im Krankenhaus behandelt, 9 von ihnen wurden molekularbiologisch dem Ausbruch zugeordnet. Der mit 19. Februar letzte noch nicht abgeklärte Listerose-Fall konnte mittlerweile an der nationalen Referenzzentrale der AGES dem Ausbruch zugeordnet werden. Dabei handelt es sich um den ersten Todesfall im heurigen Jahr im Zusammenhang mit dem Listeriose-Ausbruch. Der Patient (57 Jahre) stammt aus Niederösterreich.

Bei dem zwölften Listeriose-Patienten handelt es sich um einen 74-jährigen Mann aus Oberösterreich, der seit Januar stationär behandelt wurde. Bei ihm konnte nun auch ein Zusammenhang mit dem Listerien-Ausbruch nachgewiesen werden. Der Infektionszeitpunkt aller Patienten lag vor der Produktrücknahme des betroffenen Quargels am 23.01.2010. Somit sind im Jahr 2010 mit Stand 24. Februar neun Ausbruchs-Fälle verifiziert.
In Summe sind somit 21 humane Listeriose-Fälle diesem Ausbruch zuzuordnen (2009: zwölf Erkrankte, davon vier Todesfälle; 2010: neun Erkrankte, ein Todesfall). Vom Listeriose-Ausbruch betroffen sind alle Bundesländer außer Vorarlberg und Tirol.

Listeriose tritt selten auf, allerdings ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg zu verzeichnen: 2009 wurden in Österreich von der AGES-Referenzzentrale 45 Fälle kulturell verifiziert. 2008 waren es 31 Fälle, 2007 waren es 20 Fälle. Die Krankheit ist aber gefährlich: Trotz gezielter Therapie verläuft sie in bis zu 30 Prozent der Fälle tödlich. 2009 starben 11 der 45 erkrankten Personen (Letalität 24 Prozent). Diese hohe Sterblichkeit und gelegentlich auftretende schwerste Dauerschäden erfordern gezielte Maßnahmen, um etwaige lebensmittelbedingte Ausbrüche frühestmöglich zu erkennen. Die Ursachenabklärung ist auf Grund der langen Inkubationszeit von bis zu 70 Tagen sehr aufwändig: Da Listeriosen meist sporadisch als Einzelfälle auftreten, ist die Ursache schwer zu lokalisieren. Bei vielen Listeriose-Ausbrüchen weltweit bleibt daher die Quelle der Infektion ungeklärt.

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