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DIOGENES-Studie: Eiweißreiche, stärkearme Ernährung hält in Form

(ugo) – Die Ergebnisse der großen europäischen DIOGENES Studie wurden jetzt vorab online im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Sie wurden mit Spannung erwartet, denn die Studie ging erstmals systematisch der Frage nach, ob eine stärkearme, eiweißreiche Ernährung Vorteile gegenüber der üblicherweise empfohlenen „gesunden“ Kost mit viel Stärke und wenig Eiweiß hat.

Interveniert wurde in knapp 800 Familien, die aktuelle Auswertung nutze die Daten einer Untergruppe von 773 Übergewichtigen. Sie hatten zunächst mithilfe einer achtwöchigen strengen Diät (800 Kilokalorien) durchschnittlich elf Kilogramm abgenommen. Erst dann begann die eigentliche Studie, für die die Teilnehmer ein halbes Jahr lang eine von fünf verschiedenen Diäten einhielten: Die Diäten enthielten mehr oder weniger Eiweiß und unterschieden sich im Glykämischen Index (GI). Im Fett- und Ballaststoffgehalt unterschieden sie sich nicht.

Der GI gibt Auskunft über die blutzuckersteigernde Wirkung von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln. Stärkereiches wie Salzstangen oder Weißbrot lösen einen schnellen oder hohen Blutzuckeranstieg aus und hatn daher einen hohen GI. Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel weniger deutlich erhöhen, wie z. B. Hülsenfrüchte und Sauerteigbrot, haben auch einen niedrigeren GI.

Nach sechs Monaten war das Gewicht bei den Teilnehmern, die rund 25 % ihrer Kalorien aus Eiweiß bezogen und Lebensmittel mit geringem GI gegessen hatten, um rund ein Pfund weiter gesunken. In der Gruppe, die nur 13 % Protein und Lebensmittel mit hohem GI gegessen hatte, war das Gewicht um gut drei Pfund angesteigen. Wer mehr Eiweiß aß, kam auch besser mit seiner Diät zurecht, hier lag die Abbrecherquote niedriger als bei den eiweißarmen Gruppen.

Die hier beobachteten Unterschiede sind alle moderat, jedoch signifikant. Die Forscher schließen aus ihren Daten, dass schon etwas mehr Eiweiß und ein leicht verringerter GI helfen, eine Diät besser durchzuhalten und das Gewicht besser zu halten. Sie weisen auch darauf hin, dass ihre Erkenntnisse nicht mit den europäischen Richtlinien zur optimalen Ernährung im Rahmen einer Diät übereinstimmen. Um der Übergewichts-Epidemie Herr zu werden, sei es nun dringend nötig, die gängigen Empfehlungen anzupassen.

Die Oekotrophologin Ulrike Gonder meint dazu:

Sag ich doch! Die herkömmlichen Empfehlungen sind überholt!

Auch wieder ärgerlich: Focus online titelte zu dieser Studie heute „Fleisch und Fettarmes sind optimal“ und schreibt weiter: „Wer den Jojo-Effekt austricksen und dauerhaft schlank sein will, muss eiweißreich essen, aber Fett sowie stärkehaltige Produkte meiden.“ Da haben wir wieder den Salat. Der Fettgehalt war in allen Testdiäten gleich niedrig, diese Studie sagt also nichts darüber aus, welcher Fettanteil optimal ist, um das Gewicht zu halten. Sie macht nur Aussagen zum Eiweiß und zum GI. Die Nachrichten auf Welt online waren da schon sachlicher. Dort lautete der Titel: „Eiweiß ist der Schlüssel im Kampf gegen die Pfunde.“ Geht doch!

2 Comments, Comment or Ping

  1. Daniel Michel

    Ich bin mir da nicht so sicher. Reis hat ja schließlich auch viel Stärke trotzdem sind die Asiaten im Durchschnitt wesentlich schlanker als wir. Außerdem kann eine zu hohe Eiweißaufnahme auch nach einigen Jahren zu Nieren Problemen führen, siehe anhand von einigen Kraftsportlern die nach und nach Nierenprobleme bekommen.

  2. Just some things to keep worrying abbout concern with uncomfortable side
    effects, however, numerous health benefits. The fifth category of“ Lipids in Health and BeautyBrand: Skkin Beuty SolutionsIngredients: African Mango Diet plan Critical reviews around, doing some research on“ African mango products.
    In fact, its true genius could be effective, a professor of Biochemistry at Cameroon’s
    Yaounde University, the alleles are geographically distributed and confuted to phenotypic differences.

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