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EHEC: Die Spur führt zu einem Bio-Betrieb im Kreis Uelzen

Hannover (lme) – Niedersachsens Landwirtschaftsminister Lindemann verkündete anlässlich einer Pressekonferenz, dass den niedersächsischen Behörden möglicherweise ein Durchbruch auf der Suche nach der Quelle für die lebensgefährlichen EHEC-Infektionen gelungen ist. Zahlreiche epidemiologische Zusammenhänge verweisen auf einen Saatgutbetrieb in Bienenbüttel OT Steddorf im Kreis Uelzen. Der Betrieb wird von einer „vegetarischen Hofgemeinschaft“ betrieben und praktiziert seit 1978 Bio-Anbau. Der Betrieb bezieht aus verschiedenen Ländern dieser Erde Sämereien und produziert hieraus Sprossengemüse. Das Steddorfer Unternehmen beliefert nicht nur Wochenmärkte, Gemüsehandel und Lebensmittelgeschäfte mit den Sprossen, sondern auch den Hamburger Obst- und Gemüsegroßmarkt für Gastronomie und Großverbraucher

Auch zwei Mitarbeiterinnen des Sprossenzüchters sind nach Angaben Lindemanns an Durchfall erkrankt – eine von ihnen nachweislich an EHEC.

Im Visier der Ermittler steht vor allem die „Milde Sprossenmischung“ des Gartenbaubetriebes. Alle Produkte des Unternehmens wurden aber vorsichtshalber aus dem Handel gezogen. Der Betrieb ist seit Sonntag gesperrt. Einige Sprossenmischungen, die als EHEC-Quelle infrage kommen, stammen auch aus dem Ausland. Aus welchem Land genau Sprossenkeimlinge nach Niedersachsen importiert wurden, sagte Lindemann nicht. „Die Indizienlage ist so klar, dass nach meiner Ansicht den Verbrauchern empfohlen werden muss, derzeit auf den Verzehr der Sprossen zu verzichten, sagte der Minister.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Lindemann nannte anlässlich der Pressekonferenz namentlich folgende Sprossen, Keime und Sprossenprodukte: Adzukibohnenkeime, Alfalfa-Sprossen, Brokkoli-Sprossen, „Crunchy-Mix“, Erbsenkeime, Kichererbsenkeime, Knoblauchsprossen, Linsensprossen, „Milde Mischung“ (aus verschiedenen Keimsprossen: Bockshornklee, Mungobohnen, Linsen, Adzukibohne, Alfalfa), Mungobohnenkeime, Radieschensprossen, Rettichsprossen, Rotkohlsprossen, Sonnenblumenkeime, Weizenkeime, „Würzige Mischung“ und Zwiebelsprossen.

Bundesweit gibt es inzwischen mindestens 21 EHEC-Tote. Außerdem sind rund 1.500 Menschen an der Darminfektion erkrankt.

Information:

Sprossen werden immer wieder als Quelle von Lebensmittelinfektionen identifiziert. So in Nordamerika und Europa. In der jüngeren Vergangenheit warnte das Hamburger Hygieneinstitut und die britische FSA.

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