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Deutschland: Verhaltener Start in die Gänsesaison

gaense[Foto:Jörg Schulz] (MEG) – Die Nachfrage nach Gänsen konzentriert sich auf das Jahresende, wobei die Tradition der Martinsgänse regional von unterschiedlich starker Bedeutung ist. Über 90 % der Haushaltskäufe von Gänsefleisch entfallen in das 4. Quartal eines Jahres. Auch in der Gastronomie und in Kantinen wird Gänsefleisch zum Jahresende oft herausgestellt. In diesem Jahr hielt sich die Belebung am Gänsemarkt nach Recherchen der MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) noch in Grenzen.
Der Selbstversorgungsgrad am Gänsemarkt sank im Jahr 2013 auf 15,4 %. Im vergangenen Jahr wurden mehr gefrorene Gänse aus Polen zu deutlich niedrigeren Preisen als zuvor offeriert. Dies hatte Auswirkungen auf die Verbraucherpreise. Sie sanken in der Vermarktungssaison 2013 auf 3,10 Euro je kg Frostware. 2012 kostete 1 kg Gänsefleisch noch 4,95 Euro. Dies animierte offensichtlich viele Verbraucher, zu Gänsefleisch zu greifen und Enten zu vernachlässigen, da beide Artikel zu fast gleichen Preisen angeboten wurden. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Gänsen stieg um 100 g auf 400 g, während der Verbrauch von Enten um 100 g auf 800 g sank.

Russlandembargo stört die Märkte

Ungarn und Polen hatten 2013 etwa 1.000 t Gänsefleisch nach Russland geliefert. Diese Mengen drängen nun auf den EU-Markt und setzen die Spotmarktpreise für gefrorene Ware unter Druck.

Deutsche Produktion leicht steigend

Die Brütereistatistik deutet auf eine etwa 3 % größere deutsche Erzeugung in diesem Jahr hin. Bezüglich der Produktionsentwicklung gab es regional gegensätzliche Einschätzungen. Einige kleinere Erzeuger in Süddeutschland haben sich offensichtlich aus der Produktion verabschiedet. In vermarktungsstarken Regionen stehen die Zeichen aber noch auf Wachstum. Hohe Kosten für Auslaufflächen begrenzen allerdings das Wachstumspotenzial in der Weidemast.

Preise für Frischware uneinheitlich

Landwirtschaftskammern und süddeutsche Bauernverbände haben Anfang November im Auftrag der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) Preise für Gänse auf unterschiedlichen Vermarktungsstufen erhoben. Teils wurden etwas niedrigere Preise gemeldet als im Vorjahr, was auf geringere Futterkosten zurückgeführt wurde. Im Schnitt zogen die Preise aber etwas an. Verbraucher, die direkt beim Erzeuger eine frische Gans kauften, mussten mit durchschnittlich 12,17 Euro je kg frische Gans um 0,37 Euro je kg mehr ausgeben als im Vorjahr. Die Meldungen reichten von 8,50 bis 15,90 Euro je kg. Die große Spanne zeigt, dass es regional sehr unterschiedliche Preisvorstellungen gibt. Spitzenpreise sind für Erzeuger insbesondere in der Nähe von Ballungsgebieten zu erzielen. Angebote im oberen Preissegment beziehen sich dabei auch auf ökologisch erzeugte Gänse.

Preislich ist es für die Konsumenten inzwischen kaum noch von Vorteil die Ware beim Erzeuger zu erstehen, denn im Lebensmitteleinzelhandel ist die Ware wenig teurer. Mit 12,48 Euro je kg konnte der Handel laut AMI-Erhebung im Schnitt zwar nochmals 0,12 Euro je kg mehr erzielen als 2013, der Preisabstand zum Direktabsatz schrumpfte aber auf 0,32 Euro je kg.

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