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Mit Biozid (Fipronil) belastete Eier: Aktualisierte Hinweise für Verbraucherinnen und Verbraucher

Düsseldorf (nrw/lme) – Die Überwachungsbehörden in den Niederlanden haben weitere Eier identifiziert, die mit dem nicht zugelassenen Stoff Fipronil, einem Biozid zur Bekämpfung von Parasiten, belastet sind. Es handelt sich um Eier, die in den Niederlanden in den Verkauf gelangt sind. Die niederländischen Behörden empfehlen, Eier mit dem Stempelaufdruck X-NL-40155XX nicht zu verzehren. Verbraucherinnen und Verbraucher, die in den vergangenen Tagen Eier in den Niederlanden beziehungsweise im Grenzgebiet gekauft haben, sollten den Stempelaufdruck ihrer Eier kontrollieren. Sollte es sich um Eier mit dem genannten Stempelaufdruck handeln, werden die Verbraucherinnen und Verbraucher gebeten, diese Eier nicht zu verzehren, sondern über den Restmüll zu entsorgen.

Bei weiteren Eiern raten die niederländischen Behörden vom Verzehr durch Kinder ab. Eine Übersicht über alle Stempelnummern der belasteten Eier finden Sie hier:

Stempelnummer der Eier mit einer akuten Gefahr für die Gesundheit

X-NL-40155XX

Stempelnummern der Eier mit erhöhten Fipronil-Gehalten im Bezug auf Kinder

X-NL-41679XX
X-NL-42071XX
X-NL-42659XX
X-NL-42766XX
X-NL-43113XX
X-NL-43326XX
X-NL-43514XX
X-NL-43640XX
X-NL-43835XX
X-NL-43879XX

Etwa 2,9 Millionen Eier aus betroffenen Beständen wurden auch nach NRW geliefert, davon gelangten etwa 875.000 Eier in den Handel. Die zuständigen Überwachungsbehörden klären derzeit die Vertriebswege der Eier und haben eine Rücknahme vom Markt angeordnet. Die in Nordrhein-Westfalen vertriebenen betroffenen Eier tragen den Stempelaufdruck 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001. Die Legedaten liegen zwischen dem 09. bis 21. Juli 2017.

Auf Grundlage einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind bei Gehalten bis 0,72 mg/kg Ei keine gesundheitlichen Risiken zu erkennen. In den nach NRW gelieferten Eiern lagen die Werte deutlich darunter, so dass laut BfR bei normalem Verzehr nicht von einem gesundheitlichen Risiko auszugehen ist.

Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. In der Tiermedizin wird es als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen eingesetzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Weil der Stoff Fipronil nicht in Bereichen der Erzeugung von Lebensmitteln eingesetzt werden darf, müssen alle damit belasteten Erzeugnisse, unabhängig von der Höhe der Belastung, aus dem Verkehr genommen werden.

NRW wurde über das Schnellwarnsystem am vergangenen Freitagabend über die Lieferungen aus den Niederlanden informiert. Samstagmorgen hat der Kreis Borken die betroffene Packstelle überprüft und alle weiteren Schritte eingeleitet.

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