Begasung oder konventionelle Ware: Rewe stoppt Verkauf von Biomehl mit Pestiziden
Wien (lme) – Rewe Österreich soll mit Pestiziden belastetes Biomehl verkauft haben. Wie der in Österreich erscheinende Standard berichtet, soll eine entsprechende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Krems vorliegen. Die Lebensmittelversuchsanstalt hatte Biomehl der Rewe-Marke „Ja!Natürlich“ auf Pestizide untersucht und wurde fündig. Selbst nach Abzug der Messtoleranz liege eine zum Teil massive Überschreitung der Grenzwerte vor. Es könne sich dabei nicht mehr um eine unvermeidbare unbeabsichtigte Kontaminierung handeln, heißt es in der dem Standard vorliegenden Anzeige. Im Kilo Bioweizenmehl fanden sich 0,065 Milligramm eines Lagerschutzmittels. Toleriert wird ein Wert unter 0,01 Milligramm. Experten sehen zwei mögliche Szenarien: Biogetreide wurde konventionelles beigemengt. Oder Bioware wurde im Lager mit im Biobereich unerlaubten Mitteln aktiv gegen Motten und Kornkäfer begast.
Rewe müsse den Verdacht ausräumen, dass konventionelle Produkte als Bio verkauft wurden, sagte Walter Mittendorfer, Lebensmittelkontrolleur in der Landesregierung, dem Standard. Solange dieser Verdacht bestehe, habe man die betroffene Ware vom Markt zu nehmen und Konsumenten zu informieren. “Sonst liegt eine Täuschung vor.”
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