Intensiv oder extensiv: Keine Unterschiede bei Resistenzen
(aho) In den letzten Jahren wurden vermehrt Bedenken darüber geäußert, daß sich durch den Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin und Tierernährung als Leistungsförderer bedrohlich verschlimmert. Es geht hier insbesondere um resistente Bakterien oder Resistenzfaktoren die vom Tier z.B. über Lebensmittel auf den Menschen übergehen und dort zu schwer behandelbaren Infektionskrankheiten führen können.
Die Folgen eines übermäßigen und evtl. nicht verantwortungsvollen Einsatzes von Antibiotika müßten sich am ehesten bei intensiver Tierhaltung ( Massentierhaltung ) zeigen, die in diesem Zusammenhang häufig als Verursacher gesehen wird. Um dies zu überprüfen, wurden am Institut für Tierzucht, Tierhaltung und Tiergesundheit ( ITT ) Oldenburg der Landwirtschaftskammer Weser-Ems im Raum Weser-Ems die Resistenzlage für einige bakterielle Infektionserreger bei Rind und Schwein ermittelt, deren Entwicklung bei unterschiedlicher Haltungsintensität untersucht und mit den Resistenzraten für das gesamte Bundesgebiet verglichen. Die Autoren der Studie kommen zu der abschließenden Aussage, daß im Vergleich zur Resistenzlage im gesamten Bundesgebiet die Resistenzlage im Weser- Ems-Gebiet für Mastitiserreger beim Milchrind niedriger (günstiger), die Resistenzlage von Erregern von Atemwegserkrankungen im Weser-Ems- Gebiet für Mastkälber ein wenig, und für Schweine deutlich ungünstiger ist als im gesamten Bundesgebiet. Innerhalb des Weser-Ems-Gebietes besteht keine eindeutigen Beziehungen zwischen der Intensität der Nutztierhaltung und der Häufigkeit von Resistenzen gegen Antibiotika.
Die im Bundesvergleich bestehenden Unterschiede – so die Autoren – dürften weniger eine Frage der Intensität als vielmehr der regional bedingten Mentalität der Betriebsleiter im Gebrauch von Therapeutika und Prophylaktika sein.
( Quelle )
Lotthammer K.H.u. D. Klarmann, 8. Herbstsymposium „Antibiotika und Resistenzproblematik am 15.10.1998 in Leipzig.
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