animal-health-online®
Redaktion Kleintiere & Pferde
  

powered by ...

Nach Rottweilerattacke: Minister Ehlen will Gesetze verschärfen; Daten sammeln

Hannover / Hamburg (aho) – Nach der Attacke von zwei Rottweilern auf eine Mutter und ihre zwei fünf und zwei Jahre alten Mädchen, will Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans Heinrich Ehlen (CDU) die gesetzlichen Regelungen für die Hundehaltung verschärfen. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums am Montag im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Ehlen hatte zuvor in einem Zeitungsinterview gesagt: „Wir prüfen jetzt die Einführung eines verpflichtenden Wesenstests für Hunderassen, die durch Beißattacken besonders aufgefallen sind. Rottweiler gehören dazu.“

Hierzu sollen zunächst Polizeidienststellen und Krankenhäusern laut NDR 1 Niedersachsen entsprechende Daten sammeln. Dann sollen Experten die rechtliche Umsetzung prüfen. Die Rasseliste, die für die Haltung gefährlicher Kampfhunde bestimmte Sicherheitsmaßnahmen wie Maulkorb und Leinenzwang vorschreibt, hatte die CDU/FDP-Koalition 2003 abgeschafft. Seitdem werden Hunde in Niedersachsen nur noch überprüft, nachdem sie auffällig geworden sind, so der Sender.

.

7 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. Klasse Idee! Es gibt zwar Länder wo feststeht (nach wissenschaftlichen Studien) das Aggressionen nichts mit der Rasse zu tun haben, aber die Niedersächsische CDU kümmert das nicht – hauptsache wir können uns medienwirksam verkaufen….zu lasten der Hunde + Halter eben

  2. edwin

    @SANDRA

    so würde ich lieber nicht argumentieren;
    wenn „wissenschaftlich erwiesen“ ist, daß Aggression rasse-unabhängig
    ist, könnte der Herr Minister sehr schnell auf die Idee kommen, den
    Wesenstest für ***alle*** Rassen einzuführen ….

  3. Kathi

    …… die durch Beißattacken besonders aufgefallen ….

    na mal sehen welche das alles ist, denn nicht die Rottis oder eh schon Listenhunde sind besonders aufgefallen sondern unheimlich viele Kleine Rassen auch und eben auch der Deutsche Schäferhund, aber da umgeht man eh wieder alles 🙁
    Hier mal ne Statistik von 2008

    Angriffe auf Fremde

    Dackel 20,6%
    Chihuahua 16,1%
    Australien Cattle Dog 9,6%
    Border Collie 8,0%
    Beagle 7,9%
    Jack Russell Terrier 7,7%
    Pit Bull 6,8%
    Boxer 5,7%
    Deutsche Dogge 5,7%
    Rottweiler 4,8%
    Airedale Terrier 4,5%
    Deutscher Schäferhund 4,5%
    Akita 3,0%
    Labrador Retriever 2,3%
    Collie 1,5%
    Berner Sennenhund 1,5%
    Rhodesien Ridgeback 1,4%
    Golden Retriever 1,1%
    Sibirischer Husky 0
    Quelle: Partner Hund Zeitschrift

    Ob die Dacken und Chihuahua jetzt dolle bestraft werden???

    Ein Hund wird nicht von heute auf morgen aggressiv. Auch ist er es von Natur aus nicht. In den meisten Fällen gibt es eine unmenge von Anzeichen, an denen der Halter lange vor einen Vorfall erkennen kann / sollte, dass mit seinem Hund was nicht in Ordnung ist. Verhält sich ein Hund seinem eigenen Halter sogar bissig ist es meist ein Problem der Rangordnung. Fehlt dem Hund eine klare Strucktur, verunsichert oder ängstigt es dem Hund. Seine Reaktion ist Agresson. Aber auch ein unausgelastetes Leben, isolierte Zwingerhaltung oder übermäßige strenge Behandlung lassen einen Hund agressiv werden.

    Warum also bitte immer bei den Hunden anfangen, wo sooft die Halter schuld sind? Es gibt unmengen an Haltern die nicht mal in der Lage sind ihren Hund zu halten, wenns mal kracht.

  4. Ute

    Huch, so eine seriöse Quelle (Partner Hund) *Ironie aus*

    Beim Chihuahua würde ich „den Biß“ als Akupressur „verkaufen“, aber die anderen Rassen haben schon relevante Zähne und Beißkraft. Was hier wieder fehlt, ist der Bezug zur Häufigkeit der Rasse (Schäferhund unangefochten mit mehr als 15.000 Welpen/Jahr auf Platz 1, Ridgebacks/Collies/Akitas zahlenmäßig unter ferner liefen, die kommen zusammen noch nicht einmal in die Nähe der Welpenzahlen für Schäferhunde!)
    Sib. Husky mit 0 Punkten? Fehlt da nicht eine Zahl vor der Null? Lt. österreichischer amtlicher Statistik sind Husky-Rüden im Alter von etwa 5 Jahren die „beißfreudigsten“ Rassehunde schlechthin.

    Und wo ist bei Partner Hund die allerhäufigste Rasse“? Der Mischling beißt doch wohl auch mal zu, oder??
    Steckt diese Sch…statistik in die Tonne – Aussagewert hat die nicht wirklich.

  5. Kathi

    Sicher Ute ist solch eine Statistik nicht 100%ig, das ist mir auch klar, aber warum werden immer wieder die selben Rassen emens runter gemacht, wo es andere genau so tun? Den Schäfi wird man nie richtig angreifen solange er der beste Freund der Polizei ist.

    Übrigens ich habe 2 Husky`s und keiner von beiden ist Beissfreudig – Angriffen von anderen Hunden werden zwar nicht ignoriert aber es wurde bis dato noch nicht die Anstalt gemacht zu beissen.

    Übrigens wäre mal schön du mir mal den Link zur Österr. Statistik geben könntest 🙂

  6. Kathi

    So vielleicht ist diese dann Besser?????
    Nur mal hier zum Schäfi und das schlimme für mich, diese Rasse mag ich 🙁

    „Schäferhund ist der Beißer Nummer 1

    Der beste Freund des Menschen ist nicht jener der Kinder. Im Gegenteil: Wie aktuelle Daten aus dem Kinderunfall-Forschungszentrum zeigen, sind gerade Hunde aus dem Bekanntenkreis für Kinder besonders gefährlich. Vor allem, wenn diese nicht richtig auf die Hunde „reagieren“.

    Wie die „Hundebiss-Studie“, die vor kurzem im Kinderunfall-Forschungszentrum „Große schützen Kleine“ mit der Grazer Universitätsklinik für Kinderchirurgie fertig gestellt wurde, wurden 73 Prozent der analysierten Unfälle durch einen dem Kind bekannten Hund verursacht, wie Hunde von Freunden oder Nachbarn. Davon biss in 24 Prozent der Fälle der eigene Hund und in 15 Prozent der Fälle ein gänzlich fremder Hund zu.

    Kinder unter zehn Jahren besonders gefährdet

    Die Gefahr, einen Hundebiss zu erleiden, sinkt mit steigendem Alter der Kinder. 73% der betroffenen Kinder waren zum Zeitpunkt des Unfalls unter zehn Jahre alt.

    Zu 28 % spielten die Kinder mit dem Hund, als es zum Unfall kam, zu 14 % gingen am Hund vorbei, zu 10 % kuschelten sie mit dem Hund, zu 8 % fütterten sie ihn. In 74 % der Fälle ging dem Unfall eine Interaktion des Kindes mit dem Hund voraus.

    99 % der Kinder wurden nach dem Hundebiss ins Krankenhaus gebracht. 85 % erlitten tiefe Wunden, 26 % mussten operiert und 27 % stationär aufgenommen werden.

    Schäfer sind die größten Beißer

    Besonders gefährlich sind „große“ Hunde (größer als 44 cm), die 58% der Bisse zu verantworten haben. Was die Rassen betrifft, so waren an fast 40 % der Unfälle ein Schäferhund oder Dobermann beteiligt – das heißt, dass diese die höchste „Beiß-Quote“ aufweisen. Der drittgefährlichste Hund ist der Spitz.

    Tipps für den Umgang mit Hunden

    Um Kinder vor Hundeangriffen zu schützen, hat „Große schützen Kleine“ mehrere Tipps für Kinder und Eltern: So sollten sich Menschen von den Hunden erst beschnuppern lassen, bevor sie das Tier streicheln, da das Riechen für Hunde ein wichtiges Kommunikationsmittel ist. Da Hunde gerne alles jagen, was läuft, sollte man an Hunden vorbei gehen statt zu laufen und auch nicht versuchen davon zu laufen.

    Für viele Hunde könnte direkter Augenkontakt als Aggression gedeutet werden, deshalb sollte direkter Blickkontakt mit den Tieren vermieden werden. Auch Herumschreien kann bei Hunden aggressives Verhalten hervorrufen. Ein schlafendes oder fressendes Tier sollte nie gestört werden, bei einem Hundekampf darf man nicht dazwischen gehen, da kämpfende Hunde alles in ihrer Nähe beißen.

    Sollte es dennoch zu einem Angriff kommen, so ist es am besten, ruhig stehen zu bleiben, die Beine zusammen zu geben, Kopf und Hals mit Armen und Händen zu schützen, da Hunde meistens in Arme, Beine, Kopf und Hals beißen. Sollte der Angegriffene bereits am Boden liegen, ist es wichtig, entweder sofort aufzustehen oder – sofern das nicht möglich ist -, das Gesicht zum Boden zu geben und Ohren mit den Händen zu bedecken.“
    Quelle: Krone.at

    Aber ich warte gerne auf den Link 🙂

  7. @Edwin: Ich argumentiere ausschliesslich mit wissenschaftlichen Fakten – ein Wesenstests für jeden Hunden in Deutschland ist absolut nicht durchführbar – und das jeder auffällige Hunde zum Wesenstest muß (egal ob Dackel oder Husky) das befürworte ich gerne. Hunde sind gefährlich weil sie mit erschreckend wenig Sachkenntnis erzogen und gehalten werden, solange es „solche“ Halter gibt braucht man eben auch einen Kontrolle…nur die Verurteilung bestimmter Rassen ist es eben wissenschaftlich nicht nachweisbar….auch nicht beim Schäferhund.

Reply to “Nach Rottweilerattacke: Minister Ehlen will Gesetze verschärfen; Daten sammeln”

Suche



Datenschutzerklärung





aho_Grosstiere

aho_Kleintiere & Pferde

Lebensmittel Markt Ernhrung