Düsseldorf (aho) – Entgegen aller anders lautenden Meldungen in der Laienpresse hat die Bioschweinehaltung auch in Nordrhein-Westfalen nur eine marginale Bedeutung. Im Jahr 2010 wurden von 6.669884 Schweinen 15.617 Tiere auf Bio-Betrieben gehalten, wie das Statistische Landesamt anhand von Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 mitteilt. Damit liegt der Produktionsanteil bei 0,2 Prozent (2 Promille [‰]). Da [...]
[Fotos Veterinäramt Darmstadt-Dieburg] Darmstadt (aho) – Weil eine Schafherde von Schmeißfliegen befallen war und der Schafhalter zuvor die eindringliche Aufforderungen, die Situation seiner Tiere zu verbessern ignorierte, hat das Veterinäramt des Landkreises Darmstadt Dieburg jetzt durchgegriffen. Am Freitagabend (30.) zwischen 19.30 Uhr und 2.30 Uhr am frühen Samstagmorgen wurden 564 auf einer Weidefläche zwischen Habitzheim und Semd untersucht. Neben Amtstierärztin Dr. Christa Wilczek und Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes war auch die Ambulanz der tierärztlichen Universität Gießen mit drei schafkundigen Tierärzten und einer Veterinärmedizin-Studentin im Einsatz, das Technische Hilfswerk Groß-Umstadt sorgte für die notwendige Flutlicht-Beleuchtung, der Tierhalter und seine Helfer fingen die Tiere ein und kümmerten sich um das Scheren der Schafe.
London (aho) – Mit der Zulassung einer dritten Injektion eignet sich jetzt der Impfstoff Improvac (Pfizer) zur Verhinderung des Ebergeruchs bei solchen Schweinen, die zur Erzielung höherer Schlachtgewichte (Schinkenschweine) deutlich länger gemästet werden. Wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency EMEA) kürzlich mitteilte, erfolgt diese dritte Injektion frühestens zehn Wochen nach der zweiten Injektion (1).
Paris/Rom (aho) – In der italienischen Provinz Salerno ist in den Gemeinden Paedula und Montesano sulla Marcellana der Milzbrand (Anthrax) ausgebrochen. Das meldet das Internationale Tierseuchenamt in Paris unter Berufung auf eine Meldung des Gesundheitsministeriums in Rom. In den drei betroffenen Beständen werden demnach rund 200 Rinder gehalten. Insgesamt sind sieben Rinder verendet. Der Erreger [...]
Vechta (PM) – NieKE, die Landesinitiative Ernährungswirtschaft, veranstaltet in Kooperation mit dem NieKE-Facharbeitskreis Forschung am 6. Okt. 2011 das Fachforum
„Wie riskant sind unsere Lebensmittel?“.
Das Forum findet in den Räumen der Ärztekammer Niedersachsen, Berliner Allee 20, 30175 Hannover statt.
Vilsbiburg/Rechterfeld (aho) – Eine langsamer wachsende Rasse, eine geringere Besatzdichte, und Auslauf im Wintergarten sind die Eckpunkte eines neuen Aufzuchtkonzeptes, das der Geflügelproduzent Wiesenhof jetzt vorgestellt hat. Das Konzept soll für mehr „Tierwohl“ sorgen und wurde zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Experten vom Deutschen Tierschutzbund entwickelt.
Berlin/Düsseldorf (aho/lme) – Rinderwahnsinn, mit Dioxin belastete Hühnereier, Schweinegrippe – bei jeder dieser Meldungen brachen ganze Märkte zusammen, und die Bevölkerung wurde von Umweltorganisationen, Verbraucherschützern und Journalisten in Angst und Schrecken versetzt. Zu Unrecht, wie der Dortmunder Statistikprofessor Walter Krämer meint.
(aho) – Bei 30 – 50% der erstkalbenden Rinder treten im Schenkelspalt zwei bis drei Wochen vor und nach der Kalbung nässende Ekzeme auf, die sich unbehandelt zu dramatischen Entzündungen entwickeln können. Die auslösende Ursache dieser „Zwischenschenkel-Ekzeme“ (Intertrigo, Schenkelfaltendermatitis) ist das zunehmende Anschwellen des Euters gegen Ende der Trächtigkeit. Dadurch entsteht sowohl eine Druckbelastung als auch eine Reibewirkung zwischen Schenkel und Euter. Die verminderte Schweißabdunstung stört den Säuremantel der Haut (pH-Wert steigt).
[Maulatmung eines Schweines kurz vor dem Verenden] (aho) – Die Actinobacillus – Pleuropneumonie (APP) ist eine meist perakut bis akut verlaufende hämorrhagisch-nekrotisierende Pleuropneumonie, die vor allem bei Ferkeln und Mastschweinen auftritt.
Die APP wurde bisher in allen europäischen Ländern, den USA, Kanada, Mexiko, Japan Taiwan und Australien nachgewiesen (4). Die Lungenerkrankung hat bei Schweinen eine ähnlich große Bedeutung wie die Enzootische Pneumonie (EP). Insbesondere in Kombination mit anderen Sekundärerregern kann sie zu starken direkten Verlusten wie Totalausfälle und Lungenschäden und indirekten Verlusten wie Fruchtbarkeitsstörungen bei Sauen, verringerte Tageszunahmen, verlängerte Mastdauer und erhöhte Arzneimittelkosten führen.
Hannover (aho) – Über zwölf Millionen Menschen leiden aufgrund der Jahrhundertdürre am Horn von Afrika Hunger. Weil wegen der Dürre die Tiere der Viehhirten verendet sind und die Ernten ausfallen, sind die Preise für Nahrungsmittel explodiert. Worte wie “die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt” und “eine Tragödie unermesslichen Ausmaßes” fallen bei den Bildern, die diese Krise hervorruft.
Für Cristina Amara, Nothilfekoordinatorin der Weltagrarorganisation (FAO) war die Krise in Ostafrika lange absehbar. Sie forderte anlässlich eines Sondergipfels der FAO am Montag einen besseren Umgang von Viehbesitzern mit Weideland, eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Tiere und die Einführung von trockenresistenteren Getreidesorten. Diese Maßnahmen könnten schon helfen, das Problem durch immer wiederkehrende Dürren gar nicht erst so groß werden zu lassen.
Peking/Jiaozuo (aho) – Weil er Clenbuterol hergestellt und als illegales Masthilfsmittel an Schweinemäster in acht Provinzen verkauft hat, wurde jetzt ein Mann in China wegen “Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch gefährliche Mittel” zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde für zwei Jahre ausgesetzt. Danach wird sie in der Regel in lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt.
Kirkland (aho) – Kanadischen Tierärzten und Schweinemästern steht jetzt mit dem Impfstoff „ImprovestTM“ ein Impfstoff zur Verhinderung des Ebergeruchs zur Verfügung. Das teilte Pfizer Canada mit Geschäftssitz in Kirkland mit. Der Impfstoff ist bereits in vielen Ländern der Erde als Improvac® zugelassen und im Einsatz. Die Wirkungen der Eberimpfung mit Improvac® basiert auf einer vorübergehenden [...]
Horstmar-Leer (aho) – Störungen des Puerperiums, „landläufig“ auch MMA-Komplex genannt, spielen im modernen Ferkelerzeugerbetrieb noch immer eine große Rolle, wenngleich das Krankheitsbild nicht immer unmittelbar erkannt werden kann. Mehr als 80 % der Saugferkelverluste treten in der ersten Lebenswoche auf, zwei Drittel davon in den ersten drei Tagen. Diese nüchternen Zahlen verdeutlichen, dass dieser Zeitraum für die Ferkel von entscheidender Bedeutung ist. Ferkel sind unmittelbar nach der Geburt auf eine reichliche Versorgung mit den im Kolostrum enthaltenen Nährstoffen und Antikörpern zwingend angewiesen, denn die Energiereserven des neugeborenen Ferkels sind sehr gering. Nach der Geburt sinkt die Körpertemperatur der Ferkel um 1 bis 4°C ab.
Video: Botulismus in Schleswig-Holstein? Die Medienberichte über Erkrankungen bei Rindern haben sich nicht bestätigt. Dazu der Sprecher des Landwirtschaftsministerium, Christian Seyfert.
Kiel (PM) – In der Landwirtschaft und insbesondere in der Rinderhaltung in Schleswig-Holstein gibt es derzeit kein signifikantes Problem mit der Faktorenerkrankung, die auch als so genannter “chronischer Botulismus” bezeichnet wird. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume heute (20. Juli) mit.
Von Dr. Manfred Stein (aho) – Durch die Möglichkeit gegen das PRRS-Virus und Mycoplasmen zu impfen, kann der Schweinehalter bedeutende Faktoren des PRDC kontrollieren. Da am PRDC (Porcine Respiratory disease Complex) aber auch noch eine ganze Reihe von Bakterien beteiligt sind, die nicht durch Impfstoffe abgedeckt werden bzw. diese Impfungen nicht sinnvoll in die Aufzuchtphase integriert werden können, wird auch weiterhin der Einsatz von Antibiotika notwendig sein.
(aho) – “Ferkelruß”, trifft Ferkelerzeuger oft überraschend und kann zu erheblichen Ferkelverlusten führen. Das Krankheitsbild trägt viele Namen: Ferkelruß, Pechräude – nässendes oder seborrhoisches Ekzem – pockenartiger Ausschlag. In der Praxis lassen sich zwei verschiedene Krankheitsformen unterscheiden.
Eine Form tritt bei Saugferkel am Ende der ersten Lebenswoche als Infektion der gesamten Körperoberfläche auf.
[Elektronenmikroskopische Aufnahme von Staphylococcus aureus-Bakterien (rot) auf einer HEp-2-Epithelzelle. HZI, Manfred Rohde]
Braunschweig (HIZ) – Mehr Menschen als vermutet tragen sogenannte MRSA-Bakterien in ihrem Körper. Zu diesem überraschenden Ergebnis kamen Ärzte und Wissenschaftler des Städtischen Klinikums Braunschweig und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in einer Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig.