Von Skandalen, Skandalpotentialen und mangelnder Medienarbeit
Nordwalde (aho) – Mehr als 500 Gäste konnten die Bröring Unternehmensgruppe und die Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH am vergangenen Donnerstag zu ihrer gemeinsam organisierten Vortragsveranstaltung „Focus Schwein“ im westfälischen Nordwalde begrüßen. Einer der Höhepunkte war der Auftritt des bekannten Lebensmittelchemikers Udo Pollmer – wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Pollmer demonstrierte am Beispiel des sogenannten Dioxinskandals (Harles und Jentzsch) sehr stimmgewaltig und bildhaft, wie Lebensmittelskandale von NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) genutzt und befeuert werden. Er verwies darauf, dass der Verbraucher zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Man hätte schon 300 Millionen Dioxin-Eier benötigt, um einen Hamster „abzumurksen“. Dabei kritisierte Pollmer, dass diese Interessengruppen auch noch ungewollt aus Reihen der Landwirtschaft durch aufgeregte Meldungen über „kriminelles Verhalten“ bestätigt wurden.
Pollmer empfahl den Landwirten, sich mehr im Internet zu engagieren. Dort informiere sich der jüngere Teil der Bevölkerung. Skandale, so der Referent, würden von den NGOs langfristig vorbereitet und dann zum gegebenen Zeitpunkt hervorgezaubert. Da das Thema Atomkraft aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit verschwunden sei, richte sich jetzt das politische und mediale Interesse in Richtung „Massentierhaltung“.
Als Themen mit Skandalpotential im Bereich der Schweineproduktion nannte Pollmer:
- Der Parasit Toxoplasma gondii löst beim Menschen Herzmuskelentzündungen, psychiatrische Erkrankungen und vielleicht sogar Hirntumore aus. Noch immer gingen rund 1 Mio. infizierte Schweine-Schlachtkörper in die Lebensmittelkette.
- Mehr als die Hälfte der deutschen Schweine seien mit dem Hepatitis-E-Virus infiziert.
- 70% der Schlachtschweine hätten Magengeschwüre
- Der Schweinespulwurm ist offensichtlich mit dem Menschenspulwurm identisch. Hier könne eine Diskussion um Gülleausbringung entstehen.
- Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch (sog. Stinkefleisch). Hier solle man unvoreingenommen prüfen, ob nicht doch die Eberimpfung die bessere Lösung sei.

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