Futtersäuren: Zieht die EU die Notbremse?
(aho) – Kaum noch ein Schweinefutter wird ohne Säurezusatz hergestellt. Insbesondere wenn es um Coli – Bakterien – und die Absenkung des pH – Wertes im Futterbrei geht, sind Säuren zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Ration geworden. Und mit dem Verschwinden der meisten antibiotischen Leistungsförderer werden Futtersäuren als „Leistungsfördererersatz“ propagiert. Diese Entwicklung hat wiederum das SCAN ( „Standing Committe for Animal Nutrition“ ) der EU auf den Plan gerufen. Das für Tierernährung zuständige EU – Gremium weißt darauf hin, daß Futtersäuren innerhalb der EU, so auch nach dem deutschen Futtermittelgesetz, nur zur Futterkonservierung zugelassen sind. Werden Futtersäuren als „Leistungsfördererersatz“ oder „gegen Coli“ angepriesen, so müssen sie eine entsprechende Zulassung haben.
Entsprechende Zulassungsunterlagen für eine Registrierung der Säure „Kalium – di -formiat“ werden z. Zeit in Dänemark erarbeitet und vorgelegt.
Ebenso kritisiert das SCAN den hoch dosierten Einsatz von Futtersäuren, der in letzter Zeit bei Schweinen zu Futterverweigerung, Unverträglichkeitsreaktionen und Magenverätzungen geführt hat. Das SCAN strebt eine Höchstmengenregelung für den Einsatz in Futtermitteln an und soll alsbald beschlossen werden.
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