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Rinderpraxis: Spülen oder Prostaglandin-Injektion?

(aho) Bei Gebärmutterentzündungen werden häufig immer noch Gebärmutterspülungen mit Antibiotika oder desinfizierend wirkenden Substanzen durchgeführt, wobei Fachleute die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethoden bezweifeln. Zudem wird die Kritik am Antibiotikaeinsatz im Nutztierbereich immer lauter, da sowohl die Qualitätsansprüche der Verbraucher an die Lebensmittel Fleisch und Milch im Bezug auf Rückstände steigen und zunehmend resistente Bakterien die Therapie einschränken.

In einer Milchkuhherde, in der gehäuft Gebärmutterentzündungen auftraten, wurde deshalb im Rahmen einer Dissertation an der Tierklinik für Fortpflanzung des Fachbereiches Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin drei Behandlungsmethoden verglichen.

Versuchsablauf: Zwischen dem 22. und 29. Tag nach dem Kalben (p.p.) erfolgte eine gynäkologische Untersuchung. Ab dem 60. Tag p.p. wurden brünstige Kühe besamt. Ab dem 80. Tag p.p. wurden Kühe, die bis dahin nicht in Brunst gesehen wurden und Problemtiere untersucht und behandelt. Kühe der Gruppe 1 und 3, die bei der gynäkologischen Untersuchung auffällig waren, wurden entweder mit 100 ml 2%iger Lotagen ® – Lösung (m-Cresolsulfonsäure-Formaldehyd-Polykondensat – Lösung) oder mit 100 ml einer 20%igem Eucacomp ® – Lösung (Phytotherapeutikum bestehend aus Majorana Herb., Calendula Flos., Melissa Herb., Ol. Eucalypti) gespült. Alle Kühe der Gruppe 2 erhielten beginnend vom 43. bis 49. Tag p.p. 14 tägig eine Injektion mit 5 ml des Prostaglandinpräparates Iliren ® C.

Ergebnisse: Bei 34% der 542 Kühen wurde eine Gebärmutterentzündung festgestellt. Die Brunstnutzungsrate wurde durch das Prostaglandin- Programm gegenüber den beiden Gruppen mit Gebärmutterspülungen deutlich verbessert. Bei Konzeptionsrate und Erstbesamungserfolg ergaben sich geringe Unterschiede. Die durchschnittlichen Rastzeiten wurden durch die Prostaglandin-Injektionen um 9 Tage (vs. Lotagen ® ) beziehungsweise 18 Tage (vs. Eucacomp ® ) verkürzt. Die durchschnittlichen Güstzeiten wurden durch das Prostaglandinprogramm um 5 Tage (vs. Lotagen®) und 35 Tage (vs. Eucacomp®) verkürzt. Eine Teilkostenanalyse (Durchschnittspreis pro Trächtigkeit) ergab den höchsten Betrag in der Lotagen ® – Behandlungsgruppe mit DM 661,–. Die Differenz zu den Vergleichsgruppen betrugen 148,– DM in der Prostaglandin- und 88,– DM in der Eucacomp ® -Behandlungsgruppe.

Die Ergebnisse belegen einen deutlichen Vorteil für das Prostaglandin- Programm.

Quelle: Marion Tischer: Vergleich von intrauterinen Arzneimittelapplikationen mit einem strategischen Prostaglandinprogramm zur Behandlung von chronischen Endometritiden in einer Milchviehherde; Dissertation, Fachbereich Veterinärmedizin, FU Berlin, Journal Nr. 2147, 1998

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