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Beim Urlaub auf dem Bauernhof auf Hygiene achten!

Lebensbedrohliche EHEC–Infektion durch Minipferde

(aho) Bei einem 15 Monate alten Jungen aus Bayern traten am 4.6.1999 aus völliger Gesundheit heraus Durchfall und Erbrechen auf. Zunächst besserte sich das Befinden, als aber Durchfall mit Blutbeimengungen und eine erhebliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes eintraten, wurde der Junge in eine Klinik eingeliefert. Dort wurde eine hämolytische Anämie (Zerstörung der roten Blutkörperchen) diagnostiziert. In einer Stuhlprobe konnten humanpathogene “enterohämorrhagische Escherichia coli” (EHEC) nachgewiesen werden. Nach längerer Behandlung auf der Intensivstation wurde der Junge gesund nach Hause entlassen.

Der Junge hatte in seiner näheren Umgebung Kontakt zu verschiedenen Tieren. So zu einem Ziegenbock, Vögeln, Hunden und Minipferden. In der Sammelkotprobe der Minipferde wurden exakt solche EHEC – Bakterien nachgewiesen, die auch bei dem 15 Monate alten Jungen aus Bayern für die lebensbedrohliche Infektion verantwortlich waren.

In den restlichen Kotproben der Tiere, in einer Wasserprobe aus einer Vogelvoliere und bei den Familienangehörigen des Jungen waren EHEC – Bakterien nicht nachweisbar.

Kommentar der Autoren: ……. Die schwere Erkrankung ist durch den direkten Kontakt zu infizierten Tieren zustande gekommen. Es erscheint ratsam, direkten Kontakt von kleinen Kindern zu Tieren, etwa in Streichelzoos oder auf Bauernhöfen, zu beaufsichtigen und für eine adäquate Händehygiene Sorge zu tragen.

Quelle:

Fallbericht: Inkomplettes HUS bei EHEC-Enteritis, übertragen durch Minipferde. Epidemiologisches Bulletin, 37/99, S. 276 vom 17. September 1999

Lesen Sie hierzu den AHO – Hintergrundbericht: Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC): Ein Erreger macht »Karriere«

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