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EU-weites Verbot von antibiotischen Leistungsförderern in Futtermitteln

Brüssel (aho) – Zum 1. Januar 2006 sind nach der Verordnung (EG) Nr. 183/2003 Artikel 11 Absatz 2 das Inverkehrbringen und die Verwendung der letzten antibiotischer Leistungsförderer Salinomycin, Monensin, Avilamycin und Flavomycin einschließlich Vormischungen und Futtermittel, die diese Zusatzstoffe enthalten, europaweit nicht mehr zulässig. Eine Übergangsfrist zum „Aufbrauchen“ ist ausnahmslos nicht vorgesehen.

Dieses Verbot ist der letzte Schritt, mit dem die Verwendung von Antibiotika eingestellt wird. Es ist Teil der allgemeinen Kommissionsstrategie, die Antibiotikaresistenz von Bakterien und anderen Mikroben zu bekämpfen, welche auf den übermäßigen Einsatz bzw. Missbrauch von Antibiotika zurückzuführen ist.

Markos Kyprianou, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar, sagte: „Dieses Verbot der Verwendung von Antibiotika als Leistungsförderer ist von großer Bedeutung, nicht nur im Rahmen der EU-Lebensmittelsicherheitsstrategie, sondern auch mit Blick auf die öffentliche Gesundheit. Wir müssen den nicht unbedingt erforderlichen Einsatz von Antibiotika enorm einschränken, wenn wir das Problem der Resistenz von Mikroorganismen gegen Therapien angehen wollen, auf die wir uns seit Jahren verlassen. Tierfutter ist das erste Glied der Lebensmittelkette und daher der richtige Ansatzpunkt für Maßnahmen mit dieser Zielsetzung.“

Seit Jahrzehnten werden Antibiotika weltweit in der Tiererzeugung eingesetzt. Als niedrigdosierte Futtermittelzusätze fördern sie das Wachstum der Tiere. Wegen des Auftretens von Mikroben, die gegen Antibiotika resistent sind, welche zur Behandlung von Infektionen bei Mensch und Tier eingesetzt werden (Antibiotikaresistenz), beschloss die Kommission, die Vermarktung und den Einsatz von Antibiotika als Wachstumsförderer in Futtermitteln schrittweise zu verringern und letztendlich zu verbieten. Antibiotika dürfen Futtermitteln künftig nur noch zu veterinärmedizinischen Zwecken zugesetzt werden. Diese Entscheidung beruhte auf Stellungnahmen des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses, der empfahl, die Verwendung von Antibiotika als Wachstumsförderer nach und nach einzustellen, gleichzeitig aber die Tiergesundheit zu erhalten.

Die EU hat bereits den Tierfutterzusatz von Antibiotika verboten, die in der Humanmedizin eingesetzt werden. Die neue Futtermittelzusatzverordnung ergänzt diese Maßnahme mit dem grundsätzlichen Verbot der Verwendung von Antibiotika als Wachstumsförderer ab dem 1. Januar 2006. Ab diesem Zeitpunkt werden die folgenden vier Stoffe aus dem EU-Verzeichnis der zulässigen Futtermittelzusätze gestrichen:

· Monensin-Natrium, das in der Rindermast verwendet wird,

· Salinomycin-Natrium, das für Ferkel und Mastschweine verwendet wird,

· Avilamycin das in der Schweine-, Ferkel-, Hähnchen- und Truthahnmast verwendet wird,

· Flavophospholipol, das für Kaninchen, Legehennen, Masthähnchen, Truthähne, Ferkel, Schweine, Kälber und Mastrinder verwendet wird.

Diese Maßnahme entspricht der allgemeinen Strategie der Kommission zur Bekämpfung der Gefahr, die von der Antibiotikaresistenz für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen ausgeht.

Ileitis im Auge behalten

Der Einsatz von Leistungsförderern in der Schweinehaltung hat in der Vergangenheit wesentlich zum stabilen Tiergesundheitsstatus beigetragen. Experten befürchten nun, dass vor allem die Ileitis in der Schweinehaltung rasant an Bedeutung gewinnen und zu schweren wirtschaftlichen Einbußen führen wird. Bereits jetzt tendieren die Verluste in der Ferkelaufzucht und Mast klar nach oben, da bereits viele Betriebe auf Leistungsförderer verzichten. Untersuchungen in Betrieben mit Verdacht auf %url1%Ileitis%/% haben ergeben, dass rund 80% dieser Betriebe als positiv eingestuft werden müssen. Aufgrund schlechterer Leistungsdaten, z.B. in der Futterverwertung oder bei den Tageszunahmen, muss in solchen Beständen mit Verlusten gerechnet werden, die sich – je nach Krankheitsverlauf – zwischen 1,50 Euro und 19,50 Euro bewegen. Aufgrund des „schleichenden“ Auftretens wird die Krankheit in ihrer milden Verlaufsform jedoch häufig noch gar nicht erkannt. Seit fast einem Jahr steht mit %url1%Enterisol® Ileitis ein Lebendimpfstoff von Boehringer Ingelheim%/% zur Verfügung. Der Impfstoff wird den Schweinen über das Trinkwasser oder direkt ins Maul als „Schluckimpfung“ verabreicht. Die Impfung wird bereits von vielen Tierärzten deutschlandweit erfolgreich eingesetzt.

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