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Mit Bakterien kontaminiert: HiPP ruft Säuglingsmilch zurück

Pfaffenhofen (aho/lme) – Der Babynahrungshersteller HiPP ruft die Säuglingsmilch „Hypoallergene Anfangsnahrung HA1“ mit den Chargennummern JSL MTX (MHD 12.12.2007) und JHK MTD (MHD 11.01.2008) zurück.

Grund für die Rückrufaktion ist nach Angaben von HiPP, dass in einer einzelnen Packung bei einem routinemäßigen Untersuchungs-Programm im Rahmen eines großen Monitoring der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Österreich) bei verschiedenen Säuglingsnahrungs-Produkten, darunter auch HiPP HA1 Hypoallergene Anfangsnahrung, einzelne unerwünschte Keime Enterobacter sakazakii gefunden wurden. Enterobacter sakazakii ist ein Keim, der alltäglich ist und zum Beispiel im Hausstaub vorkommt. Er kann nur gefährlich werden, wenn er sich über mehrere Stunden bei Zimmertemperatur in einer angeschüttelten Milch vermehren kann. Bei sachgemäßer Zubereitung ist Hipp Hypoallergene Anfangsnahrung HA1 gesundheitlich völlig unbedenklich, so das Unternehmen in einer Presseinformation.

Auch wenn der Befund von allen anderen vorliegenden Untersuchungsergebnissen nicht bestätigt werden konnte, zieht HiPP Nach eigenen Angaben aus Vorsorgegründen die betroffenen Chargen aus dem Handel zurück, obwohl die seit Januar im Handel befindliche Ware bereits vollständig verzehrt sein dürfte und dazu keinerlei Beschwerden oder Verbraucherreklamationen vorliegen.

Verbraucher, die eine Packung der „HiPP HA1“ der oben genannten Chargen bereits gekauft haben, können diese aber im Handel umtauschen.

Eltern können sich bei Fragen zu diesem Thema an den HiPP-Verbraucherservice unter der Rufnummer 08441 / 757 384 wenden

Hintergrund:

Enterobacter sakazakii ist eine Bakterienart aus der Gattung Enterobacter, die bei Säuglingen vereinzelt zu Ausbrüchen von Sepsis (Blutvergiftung), Meningitis (Hirnhautentzündung) und nekrotisierender Enterocolitis (Darmentzündung) führt. Die Verläufe dieser Krankheiten sind zumeist schwer, die Letalität beträgt 30 bis 80%. Ähnlich wie der Erreger Mycobacterium avium paratuberculosis kann Enterobacter sakazakii das Pasteurisieren der Milch und die Produktion von Baby-Milchpulver überleben.

Das Bundesinstitut für Risikoforschung (ehemals BgVV) und die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP informieren in PDF – Dokumenten.

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