Diskussion um Ferkelkastration in Deutschland
(lid) – Das deutsche Landwirtschaftsministerium ist bemüht, bis Ende Jahr über Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu entscheiden.
Das hat der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller am 17. Juni gegenüber Agra-Europe geäussert. Müller kündigte zugleich für den Herbst ein Symposium zum Thema Ferkelkastration an, um auf wissenschaftlicher Basis die unterschiedlichen Verfahren zu diskutieren. Es liegen mehrere Alternativen auf dem Tisch. Bei jeder gebe es aber noch offene Fragen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert mehrere Forschungsprojekte und will damit die Voraussetzung schaffen für alternative Kastrationsverfahren. Der Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion wirft dem Ministerium Untätigkeit vor. Er schlug die Einberufung eines Runden Tisches vor, an dem Verbraucher, Hersteller, Produzenten, Industrie und Verbände zusammenkommen, um eine baldige Lösung zu realisieren. Zudem fordert er eine schnellstmögliche Änderung des Tierschutzgesetzes, um die bisher noch erlaubte betäubungslose Kastration der Ferkel zu untersagen. In der Schweiz ist die schmerzfreie Kastration seit Anfang 2010 verboten.
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