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USA: FDA will den Einsatz von antibiotischen Leistungsförderern beenden

Rockwille (aho) – Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachungsbehörde „FDA“ (U.S. Food and Drug Administration) hat einen Leitlinienentwurf zur Anwendung von Antibiotika bei lebensmittelliefernden Tieren zur Diskussion gestellt. Ziel ist es, den Einsatz von Antibiotika als „Leistungsförderern“ auslaufen zu lassen. Die FDA will damit der Selektion von antibiotikaresitenter Bakterien in der Human- und Veterinärmedizin vorbeugen. Antibiotika sollen dann nur noch für die Therapie nach tierärztlicher Beratung eingesetzt werden.

In der EU ist der Einsatz von antibiotischen Leistungsförderern seit vielen Jahren verboten. Zum 1. Januar 2006 wurde nach der Verordnung (EG) Nr. 183/2003 Artikel 11 Absatz 2 das Inverkehrbringen und die Verwendung der letzten antibiotischer Leistungsförderer Salinomycin, Monensin, Avilamycin und Flavomycin europaweit endgültig verboten. Zuvor fielen andere Leistungsförderer wie Tylosinphosphat und Avoparcin einem Verbot zum Opfer. Auch in der EU sollte unter anderem der Selektion von antibiotikaresitenter Bakterien in der Humanmedizin vorgebeugt werden. Trotz dieses Verbotes klagen Humanmediziner aber immer häufiger über Schwierigkeiten bei der Therapie.

Jetzt werden auch in der Humanmedizin Anstrengungen unternommen, Antibiotika qualifiziert einzusetzen. Im Januar diesen Jahres wurde den Humanmedizinern in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ empfohlen, Antibiotika nach dem Körpergewicht der Patienten zu dosieren (1).

(1) Matthew E Falagas, Drosos E Karageorgopoulos
Adjustment of dosing of antimicrobial agents for bodyweight in adults
The Lancet, Volume 375, Issue 9710, Pages 248 – 251, 16 January 2010
doi:10.1016/S0140-6736(09)60743-1

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