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Witterungsschutz auch im Sommer; Wasser für Weidetiere; Schafe scheren

Ludwigslust (aho) – Noch immer wird ein Witterungsschutz für Tiere nur in der kalten, nassen Jahreszeit für erforderlich gehalten. „Tatsächlich ist es aber so“, erklärt Dr. Swantje Kuchenbuch vom Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung beim Landkreis Ludwigslust“, dass auch Tiere sich vor ungewünschter Sonneneinstrahlung schützen können müssen. Leider sieht man aber immer wieder Tiere, die der prallen Sonne ausgesetzt sind.“ Das Argument, dass die gehaltenen Tiere den Sonnenschutz sowieso nicht aufsuchen, stimme nicht, so die Amtstierärztin. „Jeder der das glaubt, sollte einmal beobachten, wo sich die Tiere auf einer Weide mit Schattenwurf zum Ruhen bevorzugt aufhalten“. Bieten die Weiden keinen natürlichen Witterungsschutz durch ausreichenden Bewuchs, ist ein Unterstand erforderlich.

Ein allgemein gültiges Temperaturlimit könne man nicht benennen, da die Hitzetoleranz von der individuellen und rassebedingten Anpassungsfähigkeit, aber auch von Windbewegung und Luftfeuchtigkeit abhängig sei. Wenn das Thermometer über 25 Grad im Schatten ansteigt, könne gerade bei Milchkühen, deren Pansen wie ein Kraftwerk arbeitet und große Wärmemengen von innen erzeugt, bei dauerhafter Sonneneinstrahlung eine Überhitzung des Körpers eintreten. Die Tiere reagieren darauf mit reduzierter Futteraufnahme und einem Abfall der Milchleistung. Im Extremfall kann es zur Schädigung von Gehirnzellen, zum Kreislaufkollaps oder bei tragenden Kühen zum Absterben des Fötus kommen.
 
Schafe mit dickem Wollvlies sind ebenfalls besonders stark vom Hitzestau bedroht. „Wer Ende Juni seine Schafe noch nicht geschoren hat, riskiert massiven Ärger mit dem Veterinäramt, insbesondere wenn die Tiere zusätzlich noch ohne Schatten in der prallen Sonne stehen“, stellt die Amtstierärztin klar. Aber auch bei frisch geschorenen Schafen könne länger andauernde Sonneneinstrahlung zu Schäden führen, zu Sonnenbrand nämlich, wie er auch bei Pferden und Rindern in unpigmentierten Hautbereichen vorkommt. Laubbäume sind die besten Schattenspender; auch Sonnendächer werden gerne angenommen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass genügend beschattete Fläche zur Verfügung steht, damit auch die rangniederen Tiere einen Schattenplatz finden.
 
Frau Dr. Kuchenbuch erinnert schließlich daran, dass alle Tiere im Sommer einen besonders hohen Flüssigkeitsbedarf haben. „Eine Kuh trinkt normalerweise etwa 50 Liter Wasser pro Tag. Bei sehr hohen Außentemperaturen können es aber auch schnell 100 Liter und mehr werden.“

Aufgrund der sinkenden Pegelstände natürlicher Gewässer, die häufig als Lieferanten für die Versorgung der Weidetiere mit Wasser genutzt werden, ist daher bei der derzeitigen Witterung zusätzlich dringend darauf zu achten, dass die Tränkwasserversorgung der Tiere sichergestellt ist, so die Amtstierärztin.

Das Bewusstsein für das Wohlergehen der Tiere in der Bevölkerung nimmt zu. Dies zeigt sich auch an der zunehmenden Anzahl von Hinweisen aus der Bevölkerung über tierschutzwidrige Tierhaltungen.

Dr. Kuchenbuch weist darauf hin, dass uneinsichtigen Tierhaltern z.B. die Schaffung eines Witterungsschutzes angeordnet werden kann.

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