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Rinderpraxis: Unterschiede von Betrieben mit und ohne Bestandsbetreuung nur marginal

Zürich (aho) – Veterinärmediziner der Universität Zürich haben in einer Studie die Leistungsfähigkeit und die real erzielten tierärztlichen Kosten in landwirtschaftlichen Betrieben mit und ohne Integrierter Tierärztlicher Bestandesbetreuung (ITB) vergleichen. Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit wurden die Zwischenkalbezeit und die durchschnittliche Jahresmilchleistung sowie das Produkt der Zwischenkalbezeit und der Kosten sowie der Quotient aus Milchleistung und Kosten untersucht. Bei den untersuchten Betrieben handelte es sich um 22 landwirtschaftliche Mischbetriebe aus dem Kundenstamm der Ambulanz des Departements für Nutztiere. Elf Betriebe wurden mit dem Bestandesprogramm INTERHERD© betreut, die Daten der 11 Vergleichsbetriebe konnten aus dem Verrechnungsprogramm OBLON DATA© ermittelt werden. Die Daten wurden retrospektiv für die Jahre 1999 – 2005 ausgewertet, wobei 92.350 Leistungspositionen berücksichtigt wurden.

Zusammenfassend konnten die Wissenschaftler feststellen, dass bei der Untersuchung der Zwischenkalbezeit keine signifikante Leistungssteigerung in ITB-Betrieben verzeichnet werden konnte. Im untersuchten Zeitraum stieg die Milchleistung in beiden Gruppen mit nur marginalen Unterschieden an. Das ITB-Modell verursachte in Beständen ohne Probleme für den Landwirt keine Mehrkosten. Aus dieser Arbeit kann gefolgert werden, dass die Unterschiede in Betrieben mit und ohne Bestandesbetreuung marginal sind.

Hässig M., Kemper-Gisler D., Liesegang A., Braun U.,
Vergleich von Leistungsfähigkeit und tierärztlichen Kosten in landwirtschaftlichen Betrieben mit und ohne «Integrierte Tierärztliche Bestandesbetreuung» (ITB)
Schweizer Archiv für Tierheilkunde 2010(152) 10: 470-476

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