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Filme zum Veterinary Year 2011


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  1. Ein Tierarzt

    Davon fühle ich mich nicht repräsentiert.

    Ich bin Arzt für meine Patienten.
    Das gut zu sein, ist eine Aufgabe, die man nur für wenige Spezies vollständig erfüllen kann. Humanmediziner behandeln ein Teilgebiet bei einer Spezies, und das ist gut so.
    Daher bin ich „Arzt für Tiere“ – und nur für bestimmte Spezies. Nicht mehr – und auch nicht weniger.

    Ein Tierarzt, der aus gutem Grunde anonym bleiben will.

  2. Rita L.

    Ist es nicht schade, dass sich Tierärzte, die sich in erster Linie für ihre Patienten verantwortlich fühlen – einen Umstand, den sich jeder engagierte Tierhalter doch nur wünschen kann – hier anonym melden müssen, sich sozusagen rechtfertigen müssen, weil sie „nur“ Arzt sein wollen?

    Ich jedenfalls wünsche mir keinen Tierarzt, der om Morgengrauen am Schlachthof steht und ob dieser willkommenen zusätzlichen Einnahmequelle jede Achtung vor dem Geschöpf Tier verloren hat. Ich wünsche mir auch keinen Tierarzt, der morgens Kühe besamt und mein Kleintier am Nachmittag mit in der Kleintiermedizin veralteten Großtierantibiotika mehr schlecht als recht zu therapieren versucht.

    Ich wünsche mir eine Tierarzt, der kompetent in seinem Fach ist und dieses mit Verantwortung ausübt — und der andere Dinge den Berufen überläßt, die dazu gedacht sind.

    Kurz ich wünsche mir einen „Tierarzt“ – keinen verkannten Bauern oder Metzger mit akademischen Titel.

    Rita L.

  3. Kleintierlobby

    Wer sich für den Studiengang Tiermedizin entscheidet, lernt bzw. durchläuft in seiner Studienzeit folgende Abschnitte (ungeachtet der Tatsache, dass man sich ausschließlich den Kleintieren wirdmen will und die Behandlung von (Aus)nutztieren von vornherein ethisch ablehnt):

    – drei Semester lang „Fleisch- und Lebensmittelhygiene“ (vom 4. bis 6. Semester),
    – zwei Semster lang „Milch“ (5. u. 6. Semester)
    – drei Wochen „Lebensmittelpraktikum“, Milch, Fleisch und Würste untersuchen…
    – drei Wochen lang „Amtsveterinärpraktikum“, Metzgereien begutachten, zulassen und abnehmen…
    – drei Wochen lang „Schlachthofpraktikum“, von der Schweine- bis Rinderschlachtung, Voltstärken für die elektrische Tötung auswendig lernen, selbst blutbesudelt am Band stehen…

    Und im Gegenzug dazu:

    – ein Semster lang „Innere Medizin Kleintier“.
    – drei Wochen Praktikum an der Inneren der Uni

    So sieht die Gewichtung an der Uni im Fach Tiermedizin aus! Der geneigte Student soll also in seinem ersten (!) klinischen Semester überhaupt, denn bis dahin hat er nur Basiswissen in Physiologie und Anatomie erworben, wenn ihm noch alle relevanten Grundlagen (z.B. in Pharmakologie) fehlen, alle Krankheiten verinnerlichen, die Hund und Katze so zustoßen können. Das betrifft die Themengebiete: Infektionskrankheiten, Neurologie, Endokrinologie, Kardiologie, Nephrologie, Gastroenterologie, Dermatologie. Von Staupe, Leishmaniose über Kardiomyopathie bis hin zu Ausfällen des Trigeminus, Hypothyreoidismus, Cushing oder Allergien, Milben und IBD soll er sich, spätestens nach seinen drei Wochen Praktikum auskennen… Ich wage zu behaupten: Auch Einstein hätte dies mit Sicherheit nicht geschafft!

    Von anderen Tierarten wie z.B. den kleinen Heimtieren (Kaninchen, Meerschwein, Ratte, Maus, Hamster, Gerbil, Degu etc.) hört der Student ehe das ganze Studium nichts…. es sei denn, er wählt statt drei Wochen „Innere“ drei Wochen „kleine Heimtiere“. Dann hat er zumindest mal einen Hamster in den Händen gehalten, weiß aber noch weniger von Hund und Katze.

    Ironisch ausgedrückt, ist das Ergebnis dieses Studiengangs ein Absolvent, der selbstständig nicht einmal eine Braunüle legen kann, der keine Ahnung hat, wie er den kranken Hund oder die lethargische Katze behandeln soll, der aber immerhin beraten könnte, wie man aus den kleinen Kadavern nach dem Tumbeln und der Zugabe von Brät einen wunderschönen Formfleischschinken herstellen könnte.

    Ich habe mich damals aber nicht um einen Studienplatz in der Vet-Med beworben, weil ich keinen Ausbildungsplatz am Schlachthof oder der Molkerei bekommen habe, sondern weil ich statt Tiere auszunutzen letztere heilen wollte. Und von diesem, im Kollegenkreis der Bauernlobby als naiv gebrandmarkten Gedankengut, haben mich auch sechs Jahre Hirnwäsche an der Uni nicht kurieren können.

    In den Filmen oben kann ich meinen Beruf – Gott sei Dank! – nicht einmal im Ansatz wiedererkennen.

    Ebenfalls anonym – aus gutem Grund

  4. @Kleintierlobby: Was machst du jetzt anstelle von Tierarzt? Mich stören diese 3 Wochen Schlachthof und das Lebensmittelpraktikum auch gewaltig, lebe nicht umsonst vegetarisch.

  5. Alex

    @Kleintierlobby

    sehe es doch als Privileg, dass du in deiner Ausbildung eine unheimliche Breitenbildung erhalten hast, die dir als Konsument so manche Entscheidung sicher vereinfachen kann…

    Auf der anderen Seite muss man auch ganz klar sagen, dass unsere Kollegen aus der Humanmedizin auch nicht klüger aus der Uni kommen… mit dem Unterschied, dass wir mit etwas Engagement in unserer Unizeit auch dazu kommen nen Zugang zu legen, oder zu operieren (Kastration)… ist alle ein bisschen die Frage, ob man sich während der Unizeit als stilles Mäuschen in die Kliniken und Praktika begeben hat oder als proaktiver Student überzeugend einbrachte. Nach der Uni muss man weiterlernen, spätestens wenn man FTA werden will…. und auch danach geht die Lernerei weiter… also nicht entmutigen lassen!!

    Und sind wir mal ein bisschen selbstkritisch… wenn du die Filme mit deinem Arbeitsleben… hoffentlich nicht total fachfemd…. nicht vergleichen kannst, dann hast du die „große“ übergreifende Aufgabe deines Berufes nicht erkannt. Es geht nicht darum primär Tiere mit gebrochenen Gliedmaßen wieder hinzubekommen sondern darum, ein Lebebsmittel für den Menschen, Krankheiten vom Menschen, und Tiere die mit dem Menschen leben zu bewahren. Ein anthroposphischer Gedanke und dennoch immer noch aktuell…

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