Dioxin-Skandal: Nur 20.000 Euro Bußgeld für Harles und Jentzsch?
Hamburg (aho) – Das Unternehmen Harles und Jentzsch aus Uetersen könnte nach Recherchen des NDR mit rund 20.000 Euro Bußgeld relativ glimpflich davonkommen. Der NDR zitiert den Ahrensburger Agrarrechtsexperte Thomas Elvers, der sagte, dass das Futtermittelgesetz Spielraum für Interpretationen lasse. Die Firma habe offenbar kein Futter mit Dioxin verunreinigt, sondern lediglich Futterfette, also einen Bestandteil des Futters. So könnte das Unternehmen Harles und Jentzsch nur wegen einer Ordnungswidrigkeit mit einem vergleichsweise geringen Bußgeld belegt werden.
Allerdings muss das Unternehmen dafür nachweisen, dass es das Dioxin nicht absichtlich in die Futterfette gemischt hat, so der NDR. Das wird aktuell noch von der Staatsanwaltschaft Itzehoe geprüft. Diese betonte auf Nachfrage der NDR 1 Welle Nord, dass gegen Harles und Jentzsch auch wegen des Anfangsverdachts des Betrugs und der Steuerhinterziehung ermittelt wird. Dies könnte weitaus härtere Strafen nach sich ziehen.
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