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Die Rolle der Tiergesundheitsindustrie für eine erfolgreiche Nutztierhaltung +++ Ergebnisse einer Befragung von Landwirten und Tierärzten

Berlin/Bonn (BfT) – Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) hat Ende 2010 eine Umfrage in Auftrag gegeben, die Antworten auf die Fragen geben sollte, welche Rolle die Tiergesundheitsindustrie mit ihren Produkten und Dienstleistungen für Landwirte und Tierärzte spielt und welche Erwartungen zukünftig an die Tiergesundheitsindustrie bestehen. Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Produkt und Markt durchgeführt. Befragt wurden Milchvieh- und Sauenhalter in ganz Deutschland sowie Schweine- und Rindertierärzte, die über eine mindestens fünfjährige Erfahrung als Großtierpraktiker verfügen. Die Ergebnisse liegen nun vor und wurden vom BfT-Präsidenten Dr. Dieter Schillinger anlässlich einer Pressekonferenz am 26. Mai 2011 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Was bewegt Landwirte und Tierärzte?

Welchen Nutzen hat die Tiergesundheit für den Landwirt, welche Krankheiten konnten in den letzten Jahren besonders erfolgreich bekämpft werden, welche Medikamente haben sich aus Anwendersicht als besonders erfolgreiche Problemlöser erwiesen, wie hoch ist der Beitrag der Tiergesundheitsindustrie zur Verbesserung ausgewählter Leistungsparameter, welche Herausforderungen bestehen im Hinblick auf das Tiergesundheitsmanagement in der Zukunft und welche Erwartungen haben Landwirte und Tierärzte gegenüber der Tiergesundheitsindustrie bei der Lösung akuter Gesundheitsprobleme – auf diese und weitere Fragen sollte die Studie Antworten liefern.

So antworteten Sauenhalter und Tierärzte

In der Schweineproduktion sehen sich Landwirte und Tierärzte einem breiten Spektrum an Erregern und Krankeitsproblemen gegenüber. Respiratorische Krankheiten stehen dabei an erster Stelle. Standardmäßig werden Sauen derzeit vor allem gegen Rotlauf, Parvo sowie PRRS geimpft, Ferkel nahezu ausschließlich gegen Mycoplasmen- und Circovirus-Infektionen.

Landwirte und Tierärzte bewerten gleichzeitig das Tiergesundheitsmanagement sowie Hygienemaßnahmen als bedeutende Faktoren des wirtschaftlichen Erfolgs. Insbesondere Schweinetierärzte bewerten darüber hinaus Prophylaxemaßnahmen als zentralen Erfolgsfaktor.

Als herausragendes Beispiel des Fortschritts nennen Schweinehalter neue Impfungen gegen Circovirus. Den Hauptnutzen des Fortschritts im Tierarzneimittelbereich sehen Sauenhalter und Schweinetierärzte in der besseren Tiergesundheit und der damit verbundenen geringeren Mortalität der Tiere.

Über die letzten zehn Jahre haben Verbesserungen im Impfstoffbereich am stärksten zur Verbesserung der Tiergesundheit in der Schweineproduktion beigetragen, insbesondere Atemwegserkrankungen konnten zurückgedrängt werden. Aus Sicht der Tierärzte leisteten Antibiotika gegen respiratorische Krankheiten einen großen Beitrag zur Tiergesundheit. Im Detail haben sich aus deren Sicht hauptsächlich die Wirksamkeit bzw. Wirkdauer der Produkte verbessert.

So antworteten Milchviehhalter und Tierärzte

Milchviehhalter und Rindertierärzte betrachten Mastitis und Lahmheit bzw. Gelenks- und Klauenentzündungen als die wichtigsten Gesundheitsprobleme bei Milchvieh. Milchkühe und die Nachzucht werden aktuell vor allem gegen Rota, Corona, E.coli, BVD/MD und/oder Blauzungenkrankheit/BT geimpft.
Landwirte und Tierärzte bewerten auch hier das Tiergesundheitsmanagement sowie Hygienemaßnahmen als zentrale Faktoren des wirtschaftlichen Erfolgs. Als größten Fortschritt bezeichnen Milchviehhalter die kürzeren Wartezeiten sowie bessere Mittel zur Therapie von Mastitis. Analog zur Schweineproduktion liegt der Hauptnutzen im Milchviehbereich vorwiegend in einer besseren Tiergesundheit sowie der Zurückdrängung von Krankheiten mit der Konsequenz einer besseren Wirtschaftlichkeit.

Durch die Aktivitäten der Tiergesundheitsindustrie konnten im Rinderbereich Atemwegserkrankungen und parasitäre Erkrankungen am stärksten zurückgedrängt werden. Aus Sicht von Tierärzten und Landwirten haben Antibiotika gegen Atemwegserkrankungen und Trockenstellerprodukte die größten Beiträge geleistet, wobei sich Wirkdauer und Wirksamkeit bei den oben genannten Antibiotika sowie Wirksamkeit und Verträglichkeit bei den Trockenstellerprodukten hauptsächlich verbessert haben.

Was erwartet die Praxis von der Tiergesundheitsindustrie?

Im Schweinebereich werden die höchsten Erwartungen bezüglich Produktverbesserungen und Neuentwicklungen an Produkte zur Prophylaxe (Impfstoffe) gestellt. Insbesondere Tierärzte, die ein großes Potenzial in präventiven Maßnahmen sehen, wünschen sich hier weitere Verbesserungen. Sauenhalter und Schweinetierärzte fordern hauptsächlich neue Produkte gegen Atemwegs- und Magen-Darmkrankheiten.

Im Rinderbereich sind es vor allem Impfstoffe, bei denen Landwirte und Tierärzte Verbesserungen bzw. Neuentwicklungen fordern. Rindertierärzte erwarten außerdem bessere Antibiotika gegen Atemwegserkrankungen. In der Milchviehhaltung wünschen sich Landwirte und auch Tierärzte neue/bessere Produkte gegen Euterentzündungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Vor allem die Tierärzte sehen weiterhin Nachbesserungsbedarf bei Stoffwechselerkrankungen bzw. -störungen sowie Fuchtbarkeitsstörungen.

Übereinstimmend gaben Schweine- und Rinderhalter an, dass seit etwa 2004 die Faktoren Wirksamkeit und Kosten der Produkte etwas an Bedeutung verloren haben, Verbraucher- und Tierschutzaspekte sind dagegen wichtiger geworden sind. Das Ergebnis reflektiert zum einen den bereits erreichten hohen Standard, zum anderen die aktuell wichtigen Themen in der Branche (Debatte um Ferkelkastration, Animal Welfare Labelling, Rückstände im Futter etc.).

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