Missgebildeter Lämmer: Schmallenbergvirus erreicht Hessen
Wetzlar/Dillenburg/Herborn (aho) – Das Schmallenbergvirus ist im Lahn-Dill-Kreis (Hessen) erstmals in einem Schafbestand nachgewiesen worden. Das teilte der für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Dezernent Wolfgang Hofmann mit.
Zuvor hatte ein Schafhalter aus Hüttenberg die Geburt mehrere missgebildeter Lämmer gemeldet. Untersuchungen des Friedrich-Löffler-Institutes bestätigten den Verdacht. Die Krankheit ist erstmals im Herbst vergangenen Jahres auf rinder- und schafhaltenden Betrieben in den Niederlanden nachgewiesen worden, weitere Fälle wurden aus Belgien, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gemeldet.
Das Schmallenbergvirus wird durch Stechmücken übertragen und führt bei Rindern zu hohem Fieber, Milchleistungsrückgang sowie missgebildeten Kälbern; bei Schafen stehen die Geburt toter oder missgebildeter Lämmer im Vordergrund. Aufgrund des Übertragungsweges muss davon ausgegangen werden, dass sich die betroffenen Tiere bereits im Herbst letzten Jahres mit dem Virus infiziert haben. Trotzdem empfiehlt es sich beim Auftreten der ersten Fluginsekten, Schafe und Rinder mit so genannten Repellentien, die der Abwehr von Insekten dienen, zu behandeln.
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