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Giftiges Jakobskreuzkraut: Rinder sterben auf Öko-Fläche

kreuzkraut Neustadt (aho) – Auf einer Öko-Fläche der Stiftung Naturschutz in Neustadt (Kreis Ostholstein) sind im Mai im Abstand von acht Tagen zwei Kühe einer Herde schottischer Hochlandrinder verendet. Der bisherige Untersuchungsstand spricht für eine chronische Vergiftung durch Jakobskreuzkraut. Die Herde graste bisher auf einer Salzwiese, die hoch mit der Giftpflanze belastet war. Die überlebenden Rinder wurden umgeweidet.

Die Wildpflanze, die sich in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet hat, enthält in allen Teilen sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA), die zu chronischen Lebervergiftungen führen. Der Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut. Im Einzelnen sind Acetylerucifolin, E-Erucifolin, Z-Erucifolin, 21-Hydroxyintegerrimin, Integerrimin, Jacobin, Jacolin, Jaconin, Jacozin, Retrorsin, Ridellin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin, Spartioidin und Usaramin vorhanden. Die Alkaloide bleiben, im Gegensatz zu vielen anderen Giftpflanzen, bei der Konservierung in Heu oder Silage wirksam und werden auf diese Weise auch von Weidetieren mit aufgenommen, die die im frischen Zustand bitter schmeckenden Kräuter ansonsten eigentlich meiden. Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und schließlich zum Tod führen. Als tödliche Dosis für Pferde werden 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm. Schafe und Ziegen sind weniger empfindlich, bei Aufnahme größerer Mengen (zwei bis vier Kilogramm pro Kilogramm Körpergewicht) sollen aber auch bei diesen Todesfälle auftreten. Trotzdem ist der Naturschutz bemüht, die Giftpflanze zu dulden, da sie angeblich einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet.

Optimale Bedingungen findet das Jakobskreuzkraut auf Flächen mit mangelnder Weidepflege und unterlassener Nachmahd. Besonders häufig ist es daher auf Naturschutzflächen und ungepflegten Pferdeweiden anzutreffen. Ähnlich wie Löwenzahn bildet das Jakobskreuzkraut nach der Blüte flugfähige Samen, die sich mit dem Wind verbreiten. Ein früher Schnitt kann das Aussamen vermeiden. Das bedeutet, dass betroffene Flächen spätestens bei Blühbeginn gemäht werden müssen. Das gilt auch für die Nachmahd der Weideflächen. Einzelpflanzen können ausgerissen oder ausgestochen werden.

Lesen Sie auch die Broschüre: Jakobskreuzkraut – eine Giftpflanze auf dem Vormarsch 3. Auflage, Stand: Juni 2011 (PDF).

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