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China: Colistin-Resistenz auf leicht übertragbarem Plasmid nachgewiesen

china-FlaggePeking (aho) – Chinesische Wissenschaftler haben erstmals bei Hühnern und Schweinen ein Resistenzgen (mrc-1) gegen das Polymyxin-Antibiotikum Colistin auf einem Plasmid nachgewiesen. Plasmide können unterschiedliche Bakterien-Spezies leicht untereinander austauschen. Die Resistenz gegen das in der Humanmedizin per intravenöser Injektion als Reserveantibiotikum eingesetzte Colistin dürfte sich also sehr schnell auch außerhalb Chinas ausbreiten, berichten die Forscher im Fachjournal „The Lancet Infectious Diseases“ (2015; doi: 10.1016/S1473-3099(15)00424-7). Resistenzen gegen Colistin waren auch in der Vergangenheit sporadisch aufgetreten. Diese waren jedoch immer an Chromosomen gebunden und damit nicht übertragbar.

Polymyxine wurden 1947 entdeckt und sind eine Gruppe eng verwandter Antibiotika, die von verschiedenen Linien von Bacillus polymyxa synthetisiert werden. Colistin (=Polymyxin E) wird von Bacillus colistinus produziert. Die Antibiotika wurden wegen ihrer Neuro- und Nephrotoxizität jedoch lange Zeit nicht beim Menschen nicht intravenös ein­gesetzt. Dies hat sich nach der Ausbreitung von Carbapenem-resistenten Enterobakterien in Krankenhäusern und Arztpraxen geändert. Die Weltgesundheitsorganisation zählt Colistin seit 2012 wieder zu den unverzichtbaren Arzneimitteln in der Humanmedizin. Colistin und Polymyxin B wirken nur auf gramnegative Bakterien wie Enterobacter, E. Coli, Klebsiella, Salmonella, Pasteurella, Bordetella und Shigella; zumeist auch gegen Acinetobacter und Pseudomonas. Polymyxine interagieren mit den Phospholipiden der Zellmembran und stören dadurch die Zellstruktur der Bakterien.

In Europa und den USA verordnen Veterinärmedizin Colistin seit vielen Jahren zur oralen Medikation bei Darminfektionen. Hier ist Colistin immer noch hochwirksam. Da Colistin kaum aus dem Darm resorbiert wird, spielt die Neuro- und Nephrotoxizität hier nur eine untergeordnete Rolle. In Deutschland ist der Einsatz von Colistin bei Tieren in der Landwirtschaft von 2011 auf 2014 um 20% gesunken.


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