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Europäischer Antibiotikatag: Einsatz von Breitbandantibiotika bei Milchkühen sollte weiter sinken

milchkuh_6.jpg[Breitbandantibiotika wie Cepaholsporine sind in für die Humanmedizin unverzichtbar. Um Resistenzen von Bakterien vorzubeugen sollte ihr Einsatz zur Behandlung von Milchkühen reduziert werden.

Wien (Vetmeduni) – Der heutige europäische Antibiotikatag weist auf den verantwortungsvollen Einsatz antimikrobieller Wirkstoffe bei Mensch und Tier zur Verhinderung von Antibiotikaresistenzen hin. Mit diesem Hintergrund veröffentlichte das Institut für Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni Vienna Anfang des Jahres eine Studie zum Antibiotikaeinsatz in österreichischen Milchviehbetrieben. Milchrinder werden demnach zwar seltener mit Antibiotika behandelt als Schweine und Geflügel. Der Einsatz von Breitbandantibiotika wie den Cephalosporinen sollte allerdings reduziert werden, um Resistenzen zu vermeiden. Die Studie wurde in der Berliner und Münchner Tierärztlichen Wochenschrift veröffentlicht.

Bestimmte Breitbandantibiotika wie Makrolide, Fluorchinolone und Cephalosporinen sind in der Humanmedizin unverzichtbar. Für diese Wirkstoffe, englisch als Highest Priority Critically Important Antimicrobials (HPCIAs) bezeichnet, gibt es kaum Ersatztherapien. Durch tierische Lebensmittel wie Fleisch und Milch können Resistenzen vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Speziell diese Antibiotika sollten daher im Veterinärbereich nur in Einzelfällen, nach genauer Diagnose und unter strengen Vorgaben eingesetzt werden.

Pilotstudie über Antibiotikatherapien von Milchkühen in Österreich

Ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung zukünftiger Resistenzen bakterieller Krankheitserreger ist die Erfassung der eingesetzten Antibiotikamengen. Für den veterinärmedizinischen Bereich veröffentlichte nun das Institut für Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni Vienna eine Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Milchkuhhaltung.
Insgesamt gingen in die Studie 8.027 Datensätze über die Verwendung von Antibiotika in 465 österreichischen Milchbetrieben in den Jahren 2008 bis 2010 ein. Die Forschenden bestimmten die Menge der eingesetzten antimikrobiellen Stoffe und rechneten die eingesetzte Dosismenge pro Rind und Jahr statistisch hoch. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Einsatz der HPCIAs, also der besonderen Breitbandantibiotika.

Milchrinder seltener mit Antibiotika behandelt als Schweine und Geflügel: Verbesserung trotzdem möglich

Es zeigte sich, dass Milchkühe im Vergleich zu Geflügel und Schweinen seltener mit Antibiotika therapiert werden. Allerdings entfallen rund 25 Prozent der eingesetzten Antibiotikadosen auf HPCIA´s, insbesondere auf Cephalosporine. Das Ergebnis der Studie soll dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika und im Speziellen der HPCIAs kritisch zu beurteilen. Der verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika hilft, der Entwicklung resistenter Keime vorzubeugen.

Europäischer Antibiotikatag

Der Europäische Antibiotikatag wurde 2008 ins Leben gerufen und findet jährlich am 18. November statt. Der Tag ist eine europäische Initiative und soll auf den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier aufmerksam machen.

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