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Gesund durchs Schweineleben

In der Schweinehaltung sichern Impfstrategien Gesundheit und Wirtschaftlichkeit – Prophylaxe vor Therapie

(BfT) – Das Ziel jedes Schweinehalters ist es, gesunde Tiere heranzuziehen. Der Grundstein dafür wird in der Ferkelaufzucht gelegt. Grundsätzlich gilt es, in allen Lebensphasen für Saugferkel, Absetzer, Läufer und Mastschwein die Haltungsbedingungen optimal zu gestalten.

Wichtige Basis bildet die frühzeitige und ausreichende Versorgung der Ferkel mit Kolostrum. Dies bietet Schutz vor Krankheiten und fördert die Wachstumsleistungen in der Aufzucht. Kräftige, gesunde Tiere sind widerstandsfähiger. Deshalb sollten Ferkel nicht zu früh abgesetzt werden. Positiv wirken darüber hinaus ein frühes Anfüttern der Saugferkel sowie ein späterer sanfter Fütterungsübergang. Ausreichend frisches Wasser, eine angemessene Stalltemperatur, ein gutes Stallklima und einwandfreie Hygieneverhältnisse sind weitere wesentliche Voraussetzungen für eine gesunde Ferkelaufzucht.

Konsequente Impfprophylaxe für widerstandsfähige Ferkel

Durchfälle sind die häufigsten Erkrankungs- und Todesursachen in den ersten Wochen. Typischerweise treten in den ersten Tagen Clostridien-Durchfälle auf, auch E. coli-Erreger können zu Verlusten führen und den Immunstatus dauerhaft negativ beeinflussen. Lawsonien können ebenso in dieser frühen Phase und im Laufe der Mast schwere Darmentzündungen, die Ileitis, auslösen. Neben infektiös bedingten Durchfällen bedrohen auch Atemwegsinfektionen z. B. durch Mykoplasmen oder Circoviren die Gesundheit der Ferkel in Aufzucht und Mast. Nur selten sind Tiere von lediglich einem Erreger infiziert, meist liegen Mischinfektionen vor.

Konsequente, auf den Betrieb abgestimmte Impfstrategien sind daher notwendig. Kombinierbare oder Mehrfachimpfstoffe können helfen, den Schutz in der vergleichsweise kurzen Säugezeit aufzubauen. Muttertierimpfungen helfen, wenn ein Schutz der Ferkel unmittelbar nach der Geburt notwendig ist. Ferkel profitieren während der Saugphase vom passiven Immunschutz über geimpfte
Sauen. Dies ist u. a. wichtig zum Schutz gegen die durch Clostridien oder durch toxinbildende E. coli-Stämme verursachten schweren Darmerkrankungen der Saugferkel.

In vielen Ferkelerzeugerbetrieben werden die Ferkel während der Säugeperiode gegen Mycoplasma hyopneumoniae, Ileitis, PRRS und/oder Circoviren (PCV-2) geimpft. Einige Ferkelerzeugergemeinschaften schreiben Impfungen gegen Mykoplasmen für ihre Ferkel vor.

Vitale Ferkel für die Mast

Mäster sind an gesundheitlich stabilen und vitalen Ferkeln interessiert. Erfahrene Mäster informieren sich beim Ferkelerzeuger über den Impf- und Gesundheitsstatus, relevante Vorerkrankungen sowie über bereits durchgeführte Therapien. Durch tägliche Kontrollen können frühe Warnsignale beobachtet werden und mit dem Tierarzt notwendige Maßnahmen abgestimmt werden.

Während der Mast bleiben bakterielle Infektionen mit E. coli oder Lawsonien bedeutend. Coli-Durchfälle in dieser Phase können der Futterumstellung geschuldet sein. Impfschutz kann aber Schäden durch die E. coli-assoziierten Erkrankungen der Absatzferkel (Diarrhoe und Ödemkrankheit) vermeiden. Heute bietet die Impfung zum möglichst frühen Zeitpunkt eine Lösung, um der Ileitis durch Lawsonien vorzubeugen. So kann eine intensive Antibiotikatherapie vermieden werden.

Neben der Impfung bleiben andere Medikamente, u. a. Antibiotika unverzichtbar, um bei Infektionen mit Erregern, wie z. B. denen der Schweinedysenterie, eingreifen zu können, gegen die heute noch nicht geimpft werden kann.

Impfung eine gute Grundlage

Effektive Maßnahmen zur Verminderung einer Salmonellenbelastung müssen, wenn auch die Tiere selten erkranken, zum Schutz des Menschen Teil des Managements im Schweinebestand sein.

Moderne Impfstoffe und auf den Betrieb abgestimmte Impfprogramme versprechen geringere Verluste in der Ferkelaufzucht. Die Aufzuchtleistung, die täglichen Zunahmen und die Ferkelgewichte erhöhen sich, und es entstehen geringere krankheitsbedingte Behandlungskosten. Es wachsen homogenere Ferkelgruppen auf, die leichter ihre Abnehmer finden. Das zu dem jeweiligen Betrieb passende und damit zu wählende Impfschema hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen der Zukauf von Tieren, Produktionsrhythmen und Betriebsmanagement sowie die im Betrieb nachgewiesene Keimflora.

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