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Human-Antibiotika: Verordnungszahlen bleiben konstant

Berlin (aho) – Während Tierärzte immer zurückhaltender mit Antibiotika umgehen und sich die Verbrauchszahlen bei Tieren in den letzten Jahren halbiert haben, wurde in der Humanmedizin keine nennenswerte Reduktion erreicht. Wie das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) mitteilt, haben die öffentlichen Apotheken im vergangenen Jahr rund 12,6 definierte Tagesdosen oraler Antibiotika pro 1000 Versicherte und Tag (DID) zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben. Das entspricht in etwa den Werten der Vorjahre. Privatrezepte und Verordnungen in Kliniken wurden dabei nicht erfasst. Ebenso hat das DAPI Verordnungen von Zahnärzten nicht berücksichtigt und sich bei der Auswertung auf oral angewendete Antibiotika beschränkt.

Den größten Anteil hatten die Penicilline (3,9 DID) und Cephalosporine (2,9 DID), gefolgt von den Tetrazyklinen (1,8 DID), Makroliden (1,5 DID), Chinolonen (1,2 DID) und anderen Antibiotika.

Innerhalb von Deutschland lassen sich dabei deutliche regionale Unterschiede finden: Am höchsten war der Verbrauch im Saarland (16,4 DID), in Westfalen-Lippe (14,9 DID) und Rheinland-Pfalz (14,8 DID); am niedrigsten in Brandenburg (8,8 DID), Sachsen (9,1 DID) und Sachsen-Anhalt (10,1 DID).

Große Unterschiede gibt es auch innerhalb Europas: Während in den Niederlanden 2015 im ambulanten Bereich 10,7 DID abgegeben wurden, waren es 36,1 DID in Griechenland. Europaweit lag der Mittelwert bei 22,4 DID.

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