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EU-Bürger wollen Käfigeier?

Von Georg Keckl, Agrarstatistiker aus Hannover
(gk) – Im Unterschied zu Deutschland setzt der Rest der EU mit Ausnahme von Österreich und den stark nach Deutschland verkaufenden Niederlande auf die neuen, die „ausgestalteten“ oder „möblierten“ Käfige für Legehennen in „Kleingruppen“. Es wird keine aktuellen Pressemitteilungen für die „Housing Systems“ bei EU-Legehennen geben, die werden gut versteckt. Die ausgestalteten Käfige für die Kleingruppen sind und bleiben EU-weit zugelassen, in Deutschland werden sie aber schlicht nicht mehr genehmigt, ab 2025 sogar verboten. Bei solchen „Erfolgsmeldungen“ wird immer vergessen zu erwähnen, wie das restliche Europa das sieht. In keinem anderen Haltungssystem gibt es gesündere, sauberere, langlebigere, parasitenärmere („Blutlaus“-Fibronil-Skandal), unversehrtere, stressärmere und besser beobachtete Hennen als in den neuen Käfigen und die hygienischsten Eier gibt es obendrein. Küchen für Kinder, Alte und Kranke sollte solche Eier verwenden, auch wenn das Risiko extrem gering ist.
 
Als Agrarministerin Ilse Aigner 2009 das vorzeitige „Aus“ für die konventionelle Käfighaltung in Deutschland anordnete (mit Österreich, Rest der EU folgte 2012), hatten die „ausgestalteten Käfige“ nach den ideologischen Kampagnen der neuen „Zivilgesellschaft“ in Deutschland schon keine Chance mehr. Jeder Wissenschaftler riskierte seine Stellung und die seiner Mitarbeiter, der noch ein gutes Wort für diese Haltungsform verlor, auch hier an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.
 
Das Ideal der Hühnerhaltung sind die „Hühnermobile“, die über die Wiesen gezogen werden. Realistisch sind damit die benötigten Mengen nicht zu erzeugen. Die zweitbeste Unterbringungsart für die etwas lauten und aufgeregten Hühner sind die neuen Käfige für kleine Gruppen. Bei den Großgruppen hängt sehr viel an Mühe und Gefühl des Halters, des „Oberhahns“, hier die Balance zu halten.
 
Im restlichen Europa verkaufen die deutschen Discounter in ihren Filialen ohne Probleme Eier aus Käfighaltung. Es ging bei der Eierkennzeichnung nicht um eine Information der Kunden, es ging um ein Skandalisierungspotential für Kampagnen gegen die Händler, die es wagen, gegen die „Empfehlung“ der NGO’s in Deutschland noch diese Eier zu verkaufen. So wird es auch bei der „Nudelkennzeichnung“ oder der Fleischkennzeichnung kommen, dem Kunden soll die Wahl vorsorglich („Du willst es doch auch“) genommen werden. Der vorauseilende Gehorsam gegenüber den auch nur drohenden NGO-Kampagnen oder NGO-Unannehmlichkeiten ist deutsche „Staatsraison“ geworden, von einsamen Entscheidungen des Ministers Schmidt mal abgesehen. Es ist wie es sich schon bei der lapidaren Versenkung der „Brent Spar“, einer englischen Ölboje einer englischen Firma mit Erlaubnis der englischen Regierung im englischen Meer, zeigte: keine Medienlandschaft und keine Politik (Umweltministerin war Frau Merkel) in Europa folgt so willig auch absurdesten NGO-Kampagnen und kein Volk lässt sich ideologisch schneller für das „Gute“ auch über die Landesgrenzen hinaus emotionalisieren.

Quellen:
Eurostat und https://zootecnicainternational.com/featured/housing-systems-laying-hen-husbandry/ und
https://zootecnicainternational.com/focus-on/eu-egg-industry/ und
Folie 24 in https://lf.dk/~/media/lf/for-medlemmer/sektioner-og-udvalg/erhvervsfjerkraesektionen/kongres-2017/1–nan-dirk-mulder.pdf?la=da und
Deutschland/Bundesländer https://www-genesis.destatis.de Tabelle 41323-0005 und
https://www.bmel.de/DE/Tier/Tierschutz/_texte/TierSchNutztV-Legehennen.html

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