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Erstmaliger Befund von Antikörpern der Aujeszkyschen Krankheit bei Wildschweinen im Heidekreis

Bad Fallingbostel (PM) – Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

Der Antikörperbefund zeigt, dass das Wildschwein in der Vergangenheit Kontakt mit dem nach dem ungarischen Tierarzt Aladar Aujeszky benannten Virus hatte. Die AK ist eine weltweit verbreitete, virusbedingte und hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierarten, wobei das Schwein der Hauptwirt ist. Wildschweine können sich ebenfalls infizieren. Nur Primaten und Pferdeartige gelten als resistent. Der Mensch ist nicht betroffen. In den letzten 15 Jahren wurde diese Schweineerkrankung weder bei Haus- noch bei Wildschweinen im Heidekreis nachgewiesen. Allein in den Jahren 2015 bis 2018 sind im Landkreis insgesamt 1140 Wildschweineblutproben mit negativem Ergebnis auf AK untersucht worden. Die Feststellung der AK bei Wildschweinen ist weder anzeige- noch meldepflichtig und wird daher aus rechtlicher Sicht nicht als Tierseuchenausbruch bewertet. Im Gegensatz hierzu steht die Feststellung der AK bei Hausschweinen. Ähnliche Befunde bei Wildschweinen wie aktuell im Heidekreis wurden in der Vergangenheit bereits in angrenzenden Landkreisen, wie Uelzen und Celle, erhoben.

Ropapharm

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