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Dioxin im Biofutter: Belasteter Mais kam seit 2009 aus der Ukraine +++ Europaweite Suche nach Dioxineiern

Bielefeld/Minden (aho/lme) – Dioxinbelastetes Biofutter ist in NRW nach Recherchen des in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatts“ an mindestens zwei Geflügelhöfe geliefert worden. Betroffen sind Betriebe im Kreis Minden-Lübbecke und in Kevelaer. Wie hoch die Belastung ist, werde noch geprüft, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz der Zeitung.

Grund der Futterverschmutzung sind demnach 2.500 Tonnen Mais aus der Ukraine, die mit Dioxin belastet waren. Der Mais wurde zwischen Dezember 2009 und Februar 2010 an einen niederländischen Futterhersteller geliefert, der das Futter europaweit verkaufte. In Deutschland sind nach Erkenntnissen der Zeitung Geflügelbetriebe in Niedersachsen, NRW und Sachsen-Anhalt betroffen. Aufgrund der Lieferlisten wird EU-weit nach weiteren dioxinbelasteten Eiern gesucht.
Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim wurden bereits zwei Bio-Betriebe wegen überhöhter gesperrt, nachdem Dioxin in Eiern gesperrt. Der Biohof im Kreis Minden-Lübbecke hatte Jungtiere an den Betrieb im Emsland verkauft. Die Eier des Hofes in Kevelaer sind bereits verzehrt, so das Blatt.

Der Discounter Lidl nahm gestern bundesweit alle Bio-Eier aus den Regalen und begründete das mit „vorbeugendem Verbraucherschutz“. Auch Rewe soll nach Recherchen der Zeitung „Welt“ auf der Abnehmerliste der Biohöfe stehen.

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