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Dioxin-Entwarnung: Keine weiteren Grenzwertüberschreitungen im Landkreis Verden

Verden (aho) – Bei Probeschlachtungen von Schweinen aus fünf der zehn gesperrten Betriebe im Landkreis Verden, die mit belastetem Futter von einem Futtermittelhersteller aus Langwedel beliefert worden waren, liegen die Dioxinbelastungen alle unterhalb des Grenzwertes. Das gibt der Veterinärdienst des Landkreises Verden bekannt. Für diese Betriebe kann nun die ausgesprochene Sperre wieder aufgehoben werden. Damit sind drei Viertel der ursprünglich gesperrten Schweine wieder frei handelbar.

Die noch ausstehenden Betriebe würden in nächster Zeit ebenfalls die erforderlichen Untersuchungen durchführen lassen, erklärt Dr. Peter Rojem, leitender Veterinär des Landkreises Verden. Rojem zeigt sich optimistisch, dass die Ergebnisse auch hier eine Aufhebung der behördlichen Maßnahmen erlauben werden.

Klar sei, so Rojem, dass die im Dezember aus dem Landkreis Verden in den Markt gelangte Menge Fleisch äußerst gering sei. Zudem könne ausgeschlossen werden, dass im Januar noch Fleisch mit Übermengen an Dioxin in den Handel geraten sei. Alle Betriebe seien sofort gesperrt worden, nachdem das Verdener Veterinäramt vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eine Liste von Betrieben mit verdächtigen Futtermittellieferungen erhalten hatte. 178 Schweine aus einem Bestand, die zuvor mit Dioxin-belastetem Futter gefüttert worden seien, seien noch im Dezember geschlachtet worden. Viele dieser Schweine hätten das Futter aber nur über einen kurzen Zeitraum erhalten. Nur in Einzelfällen könne daher eine Dioxinbelastung des Fleisches im Grenzwertbereich nicht ausgeschlossen werden, so Rojem.

Landrat Peter Bohlmann zeigt sich über die neuesten Untersuchungsergebnisse aus dem Landkreis Verden erleichtert. Für Bohlmann bestätigt sich, dass es sich bei den im Landkreis Verden betroffenen Landwirten eindeutig um Opfer und nicht um Täter handele. Die gute Zusammenarbeit mit Kreislandwirt Joost Meyerholz zeige laut Bohlmann, dass in der Landwirtschaft der Verbraucherschutz absoluten Vorrang genieße. Auch die guten Kenntnisse der regionalen Gegebenheiten und die Schlagkraft des kommunalen Veterinärwesens und Verbraucherschutzes hätten zur erfolgreichen Schadensbegrenzung beigetragen. Alle Betriebe seien ausgesprochen kooperativ gewesen, bestätigt Dr. Rojem.

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