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Intensivhaltung schadet Tiergesundheit! Stimmt das?

einschweinhochkVerchen (aho) – Anlässlich einer Tagung zu industrieller Tierhaltung der evangelischen Nordkirche in Verchen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) hatte Prof. Dr. Bernhard Hörning von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde behauptet, dass die zunehmende Intensivtierhaltung in der deutschen Landwirtschaft zu Lasten der Tiergesundheit gehe. Das äußere sich unter anderem in Verhaltensstörungen bei Schweinen und in Wachstumsproblemen bei Mastgeflügel (1).

Im Umkehrschluss müsste eine weniger intensive Tierhaltung, wie sie im Ökolandbau üblich ist, der Tiergesundheit besonders zuträglich sein. Ein Blick auf die Fakten lässt daran zweifeln:

Trotz höherer Anforderungen an Tierschutz und Stallsysteme hat die ökologische Tierhaltung beim Thema Tiergesundheit von Schweinen und Kühen in gleichem Umfang mit Krankheiten zu kämpfen wie die konventionelle Wirtschaftsweise. Darauf hat der Leiter des Fachbereichs Tierernährung und Tierhaltung an der Universität Witzenhausen Professor Dr. Albert Sundrum anlässlich der 8. Öko-Junglandwirte-Tagung in Fulda hingewiesen. „Dabei muss es doch unser Anspruch sein, an dieser Stelle besser zu sein. Das erwarten auch die Verbraucher“, so Sundrum. Er mahnte deshalb zu einem möglichst objektiven Blick auf die Gesundheit der eigenen Tiere, der auch durch Zahlen untermauert sein sollte. Zudem plädierte Sundrum dafür, dass die Bioverbände Vorgaben für wissenschaftlich abgesicherte, gesundheitsbezogene Parameter festlegen, wie beispielsweise Grenzwerte für Zellzahlen in der Milchviehhaltung. Auch die Beratung müsse sich hier auf einheitliche, möglichst objektive Standards einigen. Andernfalls drohe das Qualitätsniveau tierischer Bioprodukte zu sinken (2).

In der Biobranche mahnen Fachleute seit Jahren mehr Tierschutz und Tiergesundheit an. So Frau Professor Ute Knierim von der Uni Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften. Sie verwies unter anderem auf Missstände in der Bio-Geflügelhaltung und die hohen Sterblichkeitsraten. Die Expertin forderte in der Zeitschrift „Ökologie & Landbau“ gar ein Tierschutzlabel für Bio-Betriebe. Lesen Sie hierzu:
Unrentabel, Aussteiger, mangelnder Tierschutz: Ökobranche übt Selbstkritik

Tatsächlich belegen wissenschaftlich messbare Fakten den oftmals schlechten Gesundheitsstatus von Bio-Tieren. Auf einer Tagung im dänischen Hovborg referierte Frau Professor Sandra Edwards von der Universität Newcastle Daten von Schweinen aus der schwedischen Bioschweinehaltung. Demnach sind Biotiere weitaus häufiger von Gelenksentzündungen, Leberschäden, Parasitenbefall und Schwanzbeißen betroffen. Allein beim Befund „Pleuritis“ waren die Bio-Tiere weniger auffällig. Lesen Sie hierzu:
Nicht zu leugnen: Miserabler Gesundheitsstatus von Bio-Schweinen

Bereits vor einigen Jahren bescheinigte eine Untersuchung am Schlachthof Kulmbach konventionell aufgezogenen Rindern und Schweinen einen deutlich besseren Gesundheitsstatus.Lesen Sie hierzu:
Bio-Schlachttiere: mehr Würmer, mehr Lungenentzündungen, mehr Leberschäden

Auch Bei Bio-Puten belegen eindeutige Fakten einen deutlich schlechteren Gesundheitsstatus.Lesen Sie hierzu:
Wissenschaftler: Deutlich schlechterer Gesundheitsstatus bei Ökoputen

Eine Studie der Universität von Aarhus belegt unter den Bedingungen es Ökolandbau Ferkelverluste von 33%. Lesen Sie hierzu:
Alarmierende Studie: Jedes dritte Bio-Ferkel verendet

Parasiten wie Kokzidien, Spul- und Peitschenwürmer sind bei Bioschweinen nicht selten. Lesen Sie hierzu:
Niederlande: Schweine auf Biobetrieben häufig von Parasiten befallen

Auch haben die gestiegenen Tageszunahmen in der konventionellen Schweinemast und die höheren Aufzuchtleistungen von Sauen in der konventionellen Tierhaltung nicht zu steigenden Verlusten geführt. Ganz im Gegenteil, die Verluste sind gesunken, wie Professor Hoy von der Universität Gießen in einer Publikation belegte. Lesen Sie hierzu:
Schweinepraxis: Was ist dran an „Turbomast“ und „physiologischer Überforderung“?

Auch kann kein genereller Zusammenhang zwischen Bestandsgröße und Krankheitsanfälligkeit hergestellt werden. Lesen Sie hierzu:
Je größer der Stall, desto kränker die Tiere? Agrarwissenschaftlerin legt Fakten vor!

(1) Prof. Dr. Bernhard Hörning, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Referat: Intensivierung der Tierproduktion und mögliche Auswirkungen auf die Tiere
Öffentliche Bundestagung des Evangelischen Dienstes auf dem Land (EDL) von Montag 31. März bis Dienstag 1. April 2014 in Verchen am Kummerower See – Mecklenburgische Seenplatte

(2) Prof. Dr. Albert Sundrum,
Wie artgerecht ist die ökologische Tierhaltung tatsächlich?
8. Öko-Junglandwirte-Tagung; Anspruch und Wirklichkeit im Ökolandbau
25. – 27. Oktober 2013 in Fulda


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