Quelle liegt noch im Dunkeln: Mehr als 100 niederländische Tierhaltungen wegen Furazolidon gesperrt
Utrecht (aho) – In den Niederlanden wurden mehr als 100 Tierhaltungen durch die niederländischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (Nederlandse Voedsel- en Waren Autoriteit: NVWA) gesperrt, da den Tieren Mischfutter verabreicht wurde, welches mit dem Antibiotikum Furazolidon kontaminiert war. Im Verdacht steht eine Mischung aus Sojaschrot und Bäckereierzeugnissen, die von dem niederländischen Händler Van Kats Food en Feed B.V. vertrieben wurde.
Niederländische Medien spekulieren über die Möglichkeit, dass 567 Kälber von zwei Betrieben und rund 50.000 Schweine von 97 Betrieben entsorgt werden müssen. Bei Kälbern war 3-Aminio-2-Oxazolidinon (AOZ), ein Abbauprodukt von Furozolidon, in Fleisch und Harn nachgewiesen worden. Untersuchungen von Schweinen stehen noch aus.
Der niederländische Hersteller des kontaminierten Mischfuttermittels hat damit unter anderem elf Betriebe in Nordrhein-Westfalen beliefert und hat umgehend die Behörden informiert. Daraufhin wurden auch die Behörden und betroffenen Betriebe in NRW informiert und weitere Untersuchungen zu Lieferwegen und Liefermengen durch das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) veranlasst. Das betroffene Futtermittel wurde bereits durch das LANUV gesperrt und wird nicht mehr an Tiere verfüttert.
Der Vorgang hat die niederländische Futtermittelindustrie und Landwirtschaft erheblich verunsichert, da die Quelle der Kontamination noch ungekannt ist. Furazolidon und andere Wirkstoffe aus der Gruppe der Nitrofurane dürfen seit 1995 aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes nicht mehr bei Tieren verwendet werden, die der Lebensmittel Gewinnung dienen. In der Humanmedizin sind Nitrofurane zur Behandlung von Blasenentzündungen gebräuchlich: z.B. „Nitrofurantoin ratiopharm® 100 mg Retardkapseln“.
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