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Zinkoxid im Ferkelfutter: Zweifelhafte Praxis fördert antibiotikaresitente MRSA

futterpellets_01.jpg[Ferkel-Pellets; in manchen Ländern oft mit reichlich Zinkoxid] Guelph (aho) – Das Verfüttern hoher Dosierungen von Zinkoxid (ZnO) an Absatzferkel fördert die Verbreitung von methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-Bakterien (MRSA). Hierzu berichteten kürzlich Wissenschaftler der Universität von Guelph (Kanada) in einer Fachzeitschrift.

Für den Versuch wurden Ferkel einer Sauenherde ausgewählt, in der MRSA-Keime vorkamen, die auch ein Zink-Resistenzgen trugen. Die Ferkel wurden am Lebenstag 1, 3, 7, 14, 21, 28, 35, 42 und 49 mittels Nasentupfer auf MRSA untersucht. Bei den Saugferkeln waren nur knapp 6 Prozent der Ferkel mit den resistenten Keimen besiedelt.

Nach dem Absetzen von der Sau am 21 Lebenstag wurde den Ferkeln in einer Gruppe Zinkoxid in einer üblichen Dosierung (100 mg/kg Futter) und in einer anderen Gruppe Zinkoxid in einer „therapeutischen Dosierung“ (3000 mg/kg Futter) verabreicht. Beide Futter enthielten keine Antibiotika.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass in der „Hochdosis-Zink-Gruppe“ MRSA-Keime weitaus häufiger und länger andauernd nachgewiesen werden konnten.

Zuvor hatten bereits deutsche Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass hochdosierte Zinkgaben über das Futter multiresistente Coli-Bakterien fördern.

In Dänemark werden in der Schweineproduktion große Mengen an Zinkoxid im Ferkelfutter eingesetzt. Die dänische Tierärzte rechtfertigen diese Praxis mit dem Einsparen von Antibiotika. Der Anteil der mit MRSA infizierten Schweine hat in Dänemark deutlich zugenommen. Wie das Nationale Lebensmittelinstitut der Technischen Universität Dänemark (DTU) bereits 2013 berichtete, ergaben amtliche Untersuchungen an dänischen Schlachtbetrieben im Jahr 2012, dass von 709 Schlachtschweinen 77 Prozent der Tiere MRSA-positiv waren. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 44 Prozent.

Aber auch in Deutschland sind pulverförmige Antibiotikapräparate am Markt, die Zinkoxid als „Träger“ enthalten und mit einem „Augenzwinkern“ verkauft werden. Diese Praxis muss dringend hinterfragt werden.

Slifierz MJ, Friendship R, Weese JS.
Zinc Oxide Therapy Increases Prevalence and Persistence of Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus in Pigs: A Randomized Controlled Trial.
Zoonoses Public Health. 2014 Sep 11. doi: 10.1111/zph.12150. [Epub ahead of print]

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