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Großbritannien: Gemeinsam gegen Paratuberkulose

para_kuhLondon (aho) – In einer gemeinsamen Initiative der Milchindustrien von England, Schottland und Wales soll die Paratuberkulose auf Milchviehbetrieben bekämpft werden. Das Projekt, welches von einer hierzu etablierten Arbeitsgruppe entwickelt wurde, soll bis Oktober 2016 auf wenigstens 80% der Milchviehfarmen „robuste“ und „glaubwürdige“ Aktivitäten entfalten.

Teilnehmende Betriebe sollen in einer ersten Phase das Risiko des Eintrags, das Vorkommen und die innerbetriebliche Verbreitung des Paratuberkuloseerregers „Mycobacterium avium paratuberculosis“ bis März 2016 feststellen und bewerten. Bis Oktober 2016 soll dann auf dem Betrieben zusammen mit dem Hoftierarzt eine von mehreren Bekämpfungsstrategien etabliert werden.

Die Arbeitsgruppe verweist auf die bedeutenden Fortschritte, die seit Jahren in den Niederlanden und Dänemark bei der Bekämpfung der Paratuberkulose gemacht wurden.

Hintergrund

Die Paratuberkulose (Johne’sche Krankheit) ist eine chronische und unheilbare Darmerkrankung der Wiederkäuer, verursacht durch Mycobacter ium aviumparatuberculosis. International hat sich für den Erreger das Kürzel „MAP“ etabliert. Die Paratuberkulose hat eine große wirtschaftliche Bedeutung nicht nur infolge der klinischen Erkrankung, sondern auch wegen vermehrter Euterentzündungen, verstärkten Fruchtbarkeitsproblemen, reduzierter Milch- und Mastleistung und einer schlechteren Klassifizierung der Schlachtkörper. Zudem fragen immer mehr Länder bei Viehimporten nach MAP-freien Herkünften.

Der Erreger MAP ist nicht nur für das Krankheitsbild der Paratuberkulose bei Wiederkäuern und anderen Tieren verantwortlich. MAP wird seit Jahren von vielen Wissenschaftlern für die chronische Darmentzündung „Morbus Crohn“ verantwortlich gemacht. MAP ist in Milch, Milchprodukten, Fleisch, Gemüse, Oberflächen- und Trinkwasser nachweisbar. Ob die gegenwärtig erhobenen Lebendkeimzahlen in der Milch repräsentativ sind, ist nach neueren Erkenntnissen fraglich, da nachgewiesen wurde, dass der Pasteurisierungsprozess zur Induktion so genannter VBNC („viable but nonculturable“) Bakterienformen führen kann. Während europäische Nachbarn wie zum Beispiel die Niederlande den Erreger in Rinderbeständen nachhaltig zurückdrängen, ist in Deutschland eine koordinierte Bekämpfung nicht erkennbar.

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