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Ferkel-Kastration per Impfung

Zürich (aho) – Nach einem Bericht der Neue Zürcher Zeitung (NZZ) vom 5. September 2001 läuft an der Universität Zürich zurzeit ein Projekt zur Immunokastration von Ferkeln mit dem australischen Impfstoff «Improvac» unter der Leitung von Prof. Rico Thun. Hierbei geht es darum, den uner- wünschten Ebergeruch mit dem Impfstoff zu unterdrücken. Die Schweine müssen bei der Immunokastration zweimal geimpft werden, das zweite Mal einen Monat vor der Schlachtung. Ein dieser Tage abgeschlossener Vorver- such an 15 Ebern lasse auf Erfolg hoffen, sagte Thun der NZZ. Bei allen 15 Tieren habe die Impfung die gewünschte Wirkung gezeigt, was bedeutet, dass bei den Ebern eine Schrumpfung des Hodens festgestellt werden konnte. Somit kann auch damit gerechnet werden, dass sich diejenigen Stoffe, welche für den Ebergeruch verantwortlich sind, in diesen Tieren nicht entwickelt haben. Noch wartet man allerdings auf die definitiven Hormon- werte der Versuchs-Eber. Sie sollen laut NZZ in den nächsten Wochen vorliegen.

Der Impfstoff wird in Australien seit 1998 auf breiter Basis in der Schweineproduktion verwendet. Er hat laut Thun allerdings kein absolut lupenreines Image, denn einer seiner Bestandteile ist ein Hormon – ein altbekanntes Reizwort im Zusammenhang mit der Fleischproduktion. Dieses Hormon, sagte Thun der NZZ, sei aber an ein Protein gebunden und habe daher keinerlei Hormonaktivität. Bei den Untersuchungen in Australien hätten keine Rückstände im Fleisch der Tiere nachgewiesen werden können. Auch Fütterungsversuche hätten keine Hinweise auf eine Sekundärwirkung des Impfstoffes bei den „Konsumenten“ ergeben..

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