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Verhungert, ins Eis eingebrochen: Erneut Rinder bei Nabu-Projekt verendet

Radolfzell/Singen/Stockach (aho) – Der Tod von vier Heckrindern auf einer Projektweide des Naturschutzverbands Nabu Radolfzell-Singen auf den Schanderied hat heftige Kritik ausgelöst. Zwischen dem 21. Februar und dem 19. MĂ€rz starb ein Rind, als es in ein ĂŒberfrorenes Wasserloch von rund 70 Zentimetern Tiefe einbrach und sich aufgrund der Vereisung und SchwĂ€che nicht mehr befreien konnte. Zwei andere Tiere und ein Kalb starben aufgrund von UnterernĂ€hrung. Der Leiter des VeterinĂ€ramtes Dr. Karl Gretsch in Radolfzell sprach gegenĂŒber dem SĂŒdkurier von einem „Managmentfehler“.

In einer Stellungnahme bedauert der Nabu den Tod der Tiere. Verantwortlich fĂŒr die Betreuung der Tiere sei allerdings der beauftragte landwirtschaftliche Betrieb. Bei Kontrollen durch den Tierarzt sei der gute Gesundheitszustand der Tiere festgestellt worden und noch am Abend vor ihrem Tod seien die Rinder agil gewesen. Deren ErnĂ€hrungszustand sei wegen des dicken Winterfells schwer einzuschĂ€tzen.

Das Projekt soll in verĂ€nderter Form fortgesetzt werden. So ist daran gedacht, die Tiere kĂŒnftig in der zweiten WinterhĂ€lfte im Stall unterzubringen, berichtet der SĂŒdkurier.

Die VorgÀnge erinnern in fataler Weise an den Tod von 16 Nabu-Heckrindern im Raum Leer (Ostfriesland).

7 Comments, Comment or Ping

  1. Maren Jonasdofsky

    „Deren ErnĂ€hrungszustand sei wegen des dicken Winterfells schwer einzuschĂ€tzen. “
    Da stellt sich doch die Frage, WIE die Tiere wohl untersucht worden sind. Mit dem Fernglas auf 800 m Entfernung??

  2. Nutztier

    Das nicht alle TierschĂŒtzer fachkundig sind, mag vorkommen
”
    Hallo? Gehts noch?! Jeder Landwirt muss mit PrĂ€mienkĂŒrzungen und Sanktionen rechnen, sollte so etwas passieren, und bei den NaturschĂŒtzern wird es als lapidar abgetan?
    Wie unkundig muss man sein, ĂŒber Wochen nicht den ErnĂ€hrungszustand seiner Rinder zu ĂŒberprĂŒfen. Aber hier liegt der Unterschied, Landwirte sorgen fĂŒr ihre Tiere, denn sie mĂŒssen wirtschaften, NaturschĂŒtzern sind die Tiere egal, sie wollen nur Prestige.
    Abartig! 3000 Euro Strafe sind viel zu wenig fĂŒr so eine Schweinerei

  3. Und schon wieder eine vom NABU betreute Herde elend verreckt.
    https://www.lkjl.de/de/aktuelles/tote-rinder-und-wildpferde-im-bucher-brack-bei-jerichow-20003214.html

    Bereits am 3. Juni wurde der NABU dringend aufgefordert, die Tiere zu evakuieren.

    Am 6. Juni reagiert eine Anwaltskanzlei als rechtliche Interessenvertretung des NABU KV Stendal mit folgenden Aussagen:

    „…ist ein unbeschadetes Überleben der Weidetiere sehr realistisch…“
    „… Eine zwingende Notwendigkeit … (zum Abtransport der Tiere)…ergibt sich nach unserer Auffassung jedoch…nicht.“

    Diese Aussagen liegen der Stadt Jerichow und dem Landkreis vor.

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