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Lebende MAP auch in amerikanischer Konsummilch

Kopenhagen / Marshfield (aho/lme) – Wie in Großbritannien lassen sich auch in den USA lebende Mycobacterien (Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP)) in pasteurisierter Konsummilch nachweisen. Wie Dr. Jay Ellingson (Marshfield Clinic Laboratories, Marshfield, WI, USA) anlässlich einer Konferenz in Kopenhagen zum Thema Paratuberkulose referierte, konnte er im Zeitraum Mai 2002 bis April 2003 in 2,8 Prozent von 702 Milchproben aus Läden und Supermärkten in den Bundesstaaten Kalifornien, Minnesota und Wisconsin lebensfähige „MAP“ nachweisen. Der Anteil positiver Befunde war in allen untersuchten Bundesstaaten etwa gleich groß. In den Monaten Juli, August und September traten mehr positive Befunde auf. Die Forschungen von Dr. Ellingson wurden vom Wirtschaftsministerium des Bundesstaates Wisconsin und verschiedenen Geldgebens aus Industrie und Handel mit etwa einer Millionen Dollar unterstützt. Die Bundesstaaten Kalifornien, Minnesota und Wisconsin sind amerikanische „Hochburgen“ der Milchproduktion. Ein Vertrauensverlust der Verbraucher in die Sicherheit von Konsummilch hätte wirtschaftlich katastrophale Folgen für diese Bundesstaaten und die dort ansässigen Unternehmen.

Das Bakterium „Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis“ ist Auslöser der Paratuberkulose des Rindes und vieler anderer Säugetiere. Der Erreger wird seit vielen Jahren von namhaften Fachleuten auch für das Krankheitsbild des „Morbus crohn“ beim Menschen verantwortlich gemacht. Erst kürzlich konnte der Erreger im Blut von Morbus-crohn-Patienten nachgewiesen werden. In den USA werden jedes Jahr 20.000 Menschen – vornehmlich Jugendliche – mit der Diagnose „Morbus crohn“ konfrontiert.

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  1. jahrra sein kram - Feb 19th, 2010

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