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Bild am Sonntag: Schwere Vorwürfe gegen Ministerin Künast wegen Paratuberkulose

Berlin (aho/lme) – Jetzt hat auch Bild am Sonntag das Thema „Morbus Crohn beim Menschen und die Paratuberkulose der Wiederkäuer“ aufgegriffen. Laut BamS schlagen Forscher und Ärzte jetzt Alarm und Agrarpolitiker von SPD, Union und FDP werfen Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) schwere Versäumnisse vor. Nach Recherchen von BamS wurde Künast wurde bereits im Oktober 2001 vom damaligen Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz (bgvv) über eine mögliche Übertragung des Erregers auf den Menschen informiert und zum Handeln aufgefordert worden. In dem Bericht des Bundesamts heißt es demnach: „Um zu einer größeren Klarheit zu gelangen, ist die Aufnahme von Forschungsaktivitäten unumgänglich.“

Hans-Ulrich Klör, Professor für Magen- und Darmkrank-heiten an der Uni-Kinik Gießen, zur BamS: „Wir müssen von der höchsten Gefährdungsstufe ausgehen. Die Hinweise darauf, daß der Paratuberkulose-Erreger MAP und Morbus Crohn zusammenhängen, sind sehr stark. Die Krankheit verläuft bei Mensch und Tier nahezu identisch. Zudem ist das MAP-Bakterium (Erreger der Paratuberkulose) bei Morbus-Crohn-Patienten nachgewiesen worden.“ Noch deutlicher als Klör wird sein britischer Kollege John Hermon-Taylor, der international als einer der führenden Morbus-Crohn-Forscher gilt. Taylor zu BamS: „Der MAP-Keim ist weltweit eine der größten Gefahren für die Gesundheit – leider haben viele Regierungen wie in Großbritannien und Deutschland bisher kaum darauf reagiert.“

Doch jetzt machen Agrarpolitiker Druck. Wilhelm Priesmeier, Veterinärexperte der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag in der BamS: „Wir dürfen den Kopf nicht länger in den Sand stecken, wir müssen bei möglichen Gefahren unverzüglich handeln. Frau Künast sollte umgehend die Forschung verstärken, damit wir Klarheit über die Gefährdung der Bevölkerung bekommen.“ Tierarzt Priesmeier verlangt Sofortmaßnahmen: „Wir müssen flächendeckend alle Rinder, Schafe und Ziegen auf Paratuberkulose untersuchen. Kranke Tiere müssen wie bei BSE getötet werden.“ Priesmeier geht davon aus, dass mindestens 30 Prozent der Wiederkäuer infiziert sind. Bei insgesamt 13 Millionen Rindern in Deutschland müssten damit mehrere Millionen gekeult werden. Priesmeier warnt in der BamS: „Die Seuche verbreitet sich rasch!“

Durch die hohe Zahl der infizierten Tiere steigt auch die Gefahr, daß Menschen mit dem Erreger in Kontakt kommen. Professor Peter Valentin-Weigand, Mikrobiologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover: „Die Rinder scheiden die Bakterien mit dem Kot aus, wodurch sie über die Felder auch ins Wasser gelangen können.“

Die Opposition im Bundestag macht Künast laut BamS schwere Vorwürfe. Ursula Heinen (CDU): „Frau Künast hat seit 2001 die Hände in den Schoß gelegt und nichts getan.“ Hans-Michael Goldmann (FDP): „Künast hat mögliche gesundheitliche Gefahren sowie wirtschaftliche Risiken für die Landwirtschaft ignoriert.“

Künasts Staatssekretär Alexander Müller weist die Vorwürfe zurück: „Wir nehmen dieses Problem sehr ernst. Schon seit 2001 arbeiten das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesamt für Risikoforschung und das Robert-Koch-Institut an der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Paratuberkulose und Morbus Crohn besteht.“

Ein direkter Einstieg in eine Bekämpfung ist offensichtlich nicht vorgesehen. Für die zweite Jahreshälfte 2005 kündigt das Künast-Ministerium an, ein Testverfahren auszuschreiben, mit dem der MAP-Erreger bei Rindern nachgewiesen werden kann.

Weltweit am härtesten geht nach Recherchen der Zeitung Schweden gegen die Paratuberkulose vor. Dort gilt seit zehn Jahren: Ist auch nur ein Tier erkrankt, muss die ganze Herde getötet werden. Schweden war seit vier Jahren frei von Paratuberkulose – bis vor knapp zwei Wochen. Ulla Carlson vom staatlichen Veterinäramt im Blatt: „Wir haben bei einem importierten Rind die Seuche festgestellt.“ Das Tier stammte aus Deutschland.

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