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Paratuberkulose: In Hessen soll jede fünfte Kuh infiziert sein

Frankfurt (aho) – Der Gießener Gastroenterologe Professor Hans-Ulrich Klör verlangte im Gespräch mit der FR (Frankfurter Rundschau), dass die von der Paratuberkulose betroffenen Rinder identifiziert und dann getötet werden müssten. Nur so könne man Paratuberkulose erfolgreich ausrotten und auch die Gefährdung für den Menschen ausräumen. Denn aus seiner Sicht gebe es einen augenscheinlichen Zusammenhang zwischen der hauptsächlich bei Rindern, aber auch bei Schafen und Ziegen auftretenden Krankheit sowie Morbus Crohn beim Menschen.

Professor Klör verweist auf Studien vor allem aus Großbritannien, die eine Verbindung beider Krankheiten nahelegen. „Es gibt eine verblüffende Parallelität“ im Krankheitsbild, sagte Klör der FR, der in einer vom Land unterstützten Arbeitsgruppe Mensch-Ernährung-Umwelt an der Uni Gießen mitarbeitet, die sich mit den Folgen von Paratuberkulose befasst. Einen letzten Beweis freilich für die Verbindung zwischen Tier und Mensch, der bereits seit 100 Jahren diskutiert wird, das räumt der Medizinprofessor ein, gebe es schon aufgrund der äußerst komplizierten Nachweisverfahren nicht.

Der Paratuberkulose-Erreger (auch MAP genannt) kann in pasteurisierter wie auch in ultrahocherhitzter Milch enthalten sein. Er kann aber auch über Gülle übertragen werden, also etwa auf gedüngtem Gemüse vorhanden sein. Eine Sachverständigengruppe des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz hatte nach dem Bericht der FR vor dreieinhalb Jahren festgestellt, dass man zwar von einer „geringen Zahl überlebender Keime“ auch bei Pasteurisierung ausgehen müsse. Da über eine „mögliche minimale Infektionsdosis“ nichts bekannt sei, könne man die bei der Verarbeitung auftretende deutliche Keimreduktion aber nicht bewerten.

Laut Klör wisse man immer noch viel zu wenig über die vorhandene Kontamination von Lebensmitteln. Es sei deshalb „schwer zu sagen“, wie und ob man seine Ernährungsgewohnheiten umstellen müsse.

Derweil haben nach Recherchen der FR die Landwirtschaftsbehörden nur eine schemenhafte Vorstellung von der Verbreitung der Paratuberkulose im Stall. Der Chef des Tierseuchenreferats im Landwirtschaftsministerium, Thomas Fröhlich, sagte, trotz des schwer zu führenden Nachweises müsse man davon ausgehen, dass der Erreger in den hessischen Ställen weit verbreitet sei und sogar noch zunehme. Wegen der zur Zeit noch schwierigen Diagnoseverfahren gebe es allerdings keinen exakten Überblick. Um mehr über die Verbreitung von Paratuberkulose zu erfahren, soll in Kürze ein Monitoring begonnen werden.

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