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Bio / natürlich / konventionell: Keine Unterschiede bei EHEC und Antibiotikaresistenz

Manhattan (aho/lme) – Sowohl die Häufigkeit von Colibakterien vom Typ O157:H7 (Enterohämorrhagische Escherichia Coli (EHEC) ) als auch deren Resistenzverhalten unterscheiden sich nicht bei Mastrindern aus verschiedenen Produktionssystemen. Wissenschaftler der Kansas State University berichten hierzu in der aktuellen Ausgabe des Zeitschrift „Applied and Environmental Microbiology“. Sie hatten für ihre Untersuchung Kotproben von „Biomastrindern“ und „natürlich“ aufgezogenen Mastrindern“ untersucht. Beide Produktionsweisen versprechen dem Verbraucher eine Aufzucht der Rinder ohne Antibiotika und Hormone. Biorinder werden zudem ausschließlich mit Biofutter versorgt. Uninformierte Laien folgern hieraus oft ein höheres Maß an Verbraucherschutz.

Die gefürchteten Colibakterien vom Typ O157:H7 (EHEC) waren bei 14,8% der Biomastrindern und bei 14.2 % „natürlich“ aufgezogenen Mastrindern nachweisbar. Auch beim Resistenzverhalten der Colibakterien gegenüber Antibiotika unterschieden sich beide Produktionsysteme nicht. Auch der Vergleich mit Daten von konventionell gemästeten Rindern erbrachte keine Unterschiede.

Die Produktionssysteme unterscheiden sich somit beim Verbraucherschutz im Bezug auf Colibakterien vom Typ O157:H7 (EHEC) nicht. Rinder, Schafe, Ziegen und Wildtiere scheiden EHEC mit ihrem Kot aus, ohne dass sie selbst Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Wildfleisch ist inzwischen in Deutschland als EHEC- Infektionsquelle für den Menschen bedeutender geworden als Rindfleisch.

Typisch für O157:H7 – Infektionen beim Menschen sind Durchfälle unterschiedlicher Ausprägung. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit wässrigen Durchfällen, die im Verlauf der Erkrankung zunehmend wässrig-blutig erscheinen und ein der Ruhr ähnliches Bild aufweisen können. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, gelegentlich Fieber.
Als lebensbedrohliche Komplikation kann sich insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren, älteren Menschen oder abwehrgeschwächten Personen in 5 bis 10 % der Erkrankungen im Anschluss an die Darmsymptome ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. Es ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefässe, der roten Blutkörperchen und der Nieren, was häufig eine Dialyse erforderlich macht. Als weitere Komplikationen können Hirnblutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Herz) auftreten.

S. Reinstein, J.T. Fox, X. Shi, M.J. Alam, D.G. Renter, T.G. Nagaraja.
Prevalence of Escherichia coli O157:H7 in organically and naturally raised beef cattle.
Applied and Environmental Microbiology, 2009; 75 (16): 5421-5423

   
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